Author Topic: Das Rauchverbot: ein Feigenblatt!  (Read 3867 times)

hellboy

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Re: Das Rauchverbot: ein Feigenblatt!
« on: 2015, 04, 23; 17:54:33 »
Quote from: wirtzbill
Rauchverbot: Chronik eines Irrtums
DECEMBER 29, 2014     BILL WIRTZ

Ein Jahr ist es nun her dass Luxemburg das Rauchverbot in Bars eingeführt hat. Das Resultat kann weder Raucher noch Nichtraucher freuen.


Am 1. Juli 2013 wurde mit 56 Stimmen das neue Anti-Raucher-Gesetz im Parlament verabschiedet, das es Kneipenbesitzer ab sofort untersagte ihrer Kundschaft das Rauchen zu erlauben. Meine Formulierung im letzten Satz mag vielleicht etwas holprig klingen, sie ist jedoch besonders wichtig, um den Gedankenfehler, der bereits damals begangen wurde zu beleuchten. Es geht nicht darum, ob man die Rechte der Raucher oder die der Nicht-Raucher verteidigt, sondern die Rechte deren, die im Besitz eines Lokal ist. Der Besitzer der Bar sollte der sein, der über das Geschehen in seinem Lokal entscheiden sollte, nicht der Gesetzgeber. Aber so einfach sagte man uns sei es nicht, es ginge nämlich um die Gesundheit.

Nach dem Gedankenfehler, welche Rechte überhaupt zur Diskussion stehen, hatte das Gesetz als erste Konsequenz die Aufhebung der Wahlfreiheit: Das Rauchverbot zerstörte zunächst das Gechäftsmodell der Bars, die sich aus eigenen Stücken lange zuvor dazu entschieden hatten, das Rauchen bei ihnen zu untersagen. Diese Entscheidung war freiwillig, ebenso wie die der Kunden, die ihnen trotzdem nicht fern blieben. Im Jahre 2013 identifizierten sich 21% der luxemburgischen Bevölkerung als Raucher (mit sinkender Tendenz); die Annahme, dass das nötige Kundenpotenzial nicht gegeben wäre, scheint nicht grundlos als trügerisches Argument. Wer sich schlussendlich in eine Bar begibt ist seinerseits keineswegs repräsentativ für die ganze Bevölkerung, eine Aussage die wir als empirisch korrekt gelten lassen können, aber die das Gesundheitsministerium nie untersucht hat. Der damalige Minister und heutige Kammerpräsident Mars Di Bartolomeo (LSAP) beließ es bei generellen Aussagen über die Gesundheit.

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Einziger Effekt auf den Tabakkonsum haben Steuererhöhungen. Doch sind diese gerecht? (Quelle: INEPS)

Rauchverbote verringern den Tabakkonsum garnicht. Damit fällt das Hauptargument für die Verbote weg.

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Zweites großes Argument war das des Nichtraucherschutzes: Man muss das Recht des Nicht-Rauchers anerkennen indem man das Rauchen verbietet. Wie bereits zu Beginn erwähnt sollte es eigentlich nicht um die Rechte der Raucher oder der Nicht-Raucher gehen, sondern um die Rechte der Besitzer. Mit dem Argument des Nichtraucherschutzes müsste man auch das Rauchen im Eigenheim verbieten (mit Ausnahme man wohnt alleine und hat nie Besuch), im Auto usw. Der Diskussion bedarf es dann auch gar nicht mehr nur dem Tabak, sie kann genauso über Grillherde, Fritteusen oder Fahrzeug- und Flugzeugabgase geführt werden. Niemand zwingt sie anfänglich dazu eine Bar zu betreten, diese Entscheidung haben sie selbst getroffen. Sie sind Gast und sollten verhaltenstechnisch nur einer Person zuhören müssen: Dem Wirt.

Diese Rauchverbote sind Eingriffe in die Bürgerrechte. Und sie sind ein Probegallopp für das, was uns als nächstes verboten werden soll, weil mächtige Interessengruppen einen Gewinn für sich darin sehen.

ahoy
hellboy
« Last Edit: 2015, 04, 23; 20:50:58 by hellboy »
Darwin was wrong.                   i'd rather be morally right
Man is still an ape.                   than politically correct!