Author Topic: Ideologiefreiheit - die politische Blindverkostung  (Read 1026 times)

hellboy

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Ideologiefreiheit - die politische Blindverkostung
« on: 2014, 08, 04; 02:06:44 »
Ideologiefreiheit

Das bedeutet für uns Piraten, politische Problemstellungen unbefangen zu betrachten. Wir lassen uns bei der Suche nach Lösungen nicht von vorgefertigten Meinungen und bestehenden Dogmen einschränken. Wir kümmern uns nicht darum ob ein Standpunkt als links oder rechts, als konservativ oder progressiv, als kommunistisch, altruistisch, sozialistisch, utopisch, anarchistisch oder gar esoterisch gilt. Wir machen das Etikett ab, und machen uns auf Basis von Daten und Fakten ein eigenes Bild, wie bei einer Blindverkostung.

Weder der populistische Common Sense noch Zurufe von Überzeugten sind für uns als Basis für Entscheidungen tauglich. Wir prüfen stets alle Quellen kritisch, besonders wenn sie der Allgemeinheit als sakrosankt gelten. Standpunkte müssen immer überprüft werden dürfen, auch und speziell unsere eigenen. Piraten haben keine Angst davor, Standpunkte zu ändern, weil sie sich im Verlaufe einer Diskussion als falsch herausstellen, sondern sind dankbar für die Verbesserung. Die modernen Zeiten in denen wir Leben bringen ständig neue Erkenntnisse. Sich diesen zu verweigern, ist der Weg in die politische Sackgasse, wie es die althergebrachten ideologischen Parteien vorzeigen.

Die Piraten wollen mithilfe der von ihnen genutzten technischen Mittel die Politik völlig neu gestalten. Sie wollen echte, gut ausgearbeitete Konzepte propagieren, keine leeren Slogans. Sie wollen die Menschen informieren und überzeugen, und nicht mit billiger Stimmungsmache auf Wählerfang gehen. Sie wollen ehrlich und transparent ihr Programm erarbeiten, und sich nicht von Erfolgshunger zu leeren Versprechungen hinreißen lassen. Und schließlich wollen sie im ehrlichen Dialog auch mit politisch Andersdenkenden zu klaren Standpunkten finden, und sich nicht in das alltägliche persönliche und populistische Hick-Hack der gewöhnlichen politischen Akteure hineinziehen lassen.

"Hier geht es um die Frage, wie Inhalte der Politik weitergegeben und präsentiert werden. Merkmale von Populismus als Strategie sind emotionale Kampagnen, in denen vereinfachende Lösungen auf komplexe Probleme gegeben werden. Oftmals beinhaltet diese Form des Populismus eine opportunistische Politik, deren Hauptziel es ist, hohe Wähleranteile zu erhalten. http://de.wikipedia.org/wiki/Populismus#Populismus_als_Strategie In der populistischen Politik wird also auf Kosten hoher Wähleranteile das "eigentlich sinnvolle" vernachlässigt.

Was man auf keinen Fall verwechseln darf ist Populismus und gutes Marketing. Es ist tatsächlich möglich, Inhalte korrekt und trotzdem reißerisch, verkürtzt und dennoch korrekt wiederzugeben. Charismatische Menschen können ein großes Publikum auch mit sperrigen Themen unterhalten, ohne Tatsachen zu verfälschen oder das zu sagen was gerade als populär gilt. Sie können Fakten transportieren ohne zu langweilen. Leider wird gerade das zu oft mit jenen politischen Marktschreiern gleichgesetzt, deren einziges Ziel es ist, mit simplen Aussagen und Appellen an den sogenannten Hausverstand die Menschen hinters Licht zu führen. Wer für komplexe Probleme sinple Lösungen anbietet ist ein Scharlatan, und die Piraten lehnen es ab, sich derartiger Scharlatanerie zu bedienen. Wir suchen nach der Wahrheit, und versuchen diese so korrekt und effektiv wie möglich zu kommunizieren. Und die Wahrheit muß immer auf Fakten basiseren, niemals auf Vermutungen oder dem Zeitgeist.

Das politische Spektrum ist ein Hufeisen. In der Mitte ganz oben sind die Liberalen. Umso weiter man sich links oder rechts vom Liberalismus hin zum Faschismus nach unten bewegt, desto ähnlicher werden die Ansichten, bis sie sich dann am Ende berühren. Kleinster gemeinsamer Nenner der Ideologen beider Seiten ist die zionistische Weltverschwörung, der feuchte Traum der Faschsiten jeder Couleur.

Ideologien vernebeln nur den Blick auf das wesentliche. Sie lenken den Blick immer nur in eine Richtung, und verursachen so einen politischen Tunnelblick. Sie haben im Verlaufe der Geschichte nur Not, Krieg und Elend über die Menschheit gebracht, und tun das bis heute. Ob religiöse, politische oder nationale Zugehörigkeiten, sie alle sind ideologischer Ballast, dem wir Piraten uns bewusst entziehen, um eine neue, bessere Politik gestalten zu können.

In der heutigen zunehmend populistisch geprägten Politik werden die meisten aktuellen Themen dazu missbraucht, den politischen Diskurs zu ideologisieren und zu emotionalisieren. Es wird versucht zwei Lager zu konstruieren, und sie gegeneinander aufzuhetzen. Diese populistische Bauernfängerei führt zwar leider zu kurzfristigen Wahlerfolgen, keinesfalls aber zu langfristig brauchbaren Konzepten oder gar Lösungen. Ideologiefreiheit bedeutet die Rückbesinnung auf das Faktische, der Verzicht auf Dogmen und Patentrezepte und die Forderung danach das zu tun, was funktioniert, und verfehlte Methoden und Zielsetzungen aufzugeben. In der Politik kann wie überall im Leben echter Fortschritt nur miteinander erreicht werden, niemals gegeneinander.

ahoy
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« Last Edit: 2017, 09, 13; 23:26:19 by hellboy »
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Ergänzt um den Absatz:

Weder Common Sense noch Zurufe von Überzeugten sind für uns als Basis für Entscheidungen tauglich. Wir prüfen stets alle Quellen kritisch, besonders wenn sie der Allgemeinheit als sakrosankt gelten. Standpunkte müssen immer überprüft werden dürfen, auch und speziell unsere eigenen. Piraten haben keine Angst davor, Standpunkte zu ändern, weil sie sich im Verlaufe einer Diskussion als falsch herausstellen, sondern sind dankbar für die Verbesserung. Die modernen Zeiten in denen wir Leben bringen ständig neue Erkenntnisse. Sich diesen zu verweigern, ist der Weg in die politische Sackgasse, wie es die althergebrachten ideologischen Parteien vorzeigen.

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Anfangsposting ergänzt:

Quote
Das politische Spektrum ist ein Hufeisen. In der Mitte ganz oben sind die Liberalen. Umso weiter man sich links oder rechts vom Liberalismus hin zum Faschismus nach unten bewegt, desto ähnlicher werden die Ansichten, bis sie sich dann am Ende berühren. Kleinster gemeinsamer Nenner der Ideologen beider Seiten ist die zionistische Weltverschwörung, der feuchte Traum der Faschsiten jeder Couleur.

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