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Author Topic: Anatol Flugi  (Read 149 times)

GOLEMXIV

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Anatol Flugi
« on: 2014, 09, 04; 16:58:06 »
Offenbar will der Anatol wieder mit Passanten in
Kontakt treten. Das verstehe ich, das ist eine gute
Methode, wenn sonst keiner mitmacht. Allerdings
wären Flugis für dieses Vorhaben der ideale Eisbrecher:

https://forum.piratenpartei.at/thread-13216-post-128077.html#pid128077

Wie mir Helly erzählte, hat der Anatol einen Schatzkistenfetisch
oder sowas, daher habe ich das provisorisch arrangiert,
allerdings sehe ich Probleme:



Schwarzweiß ist billig; der Anatol kann sich in einem normalen
Kopiergeschäft bis zu 4000 Stück A6 (4x1000 einseitig) für
5 Euro selber drucken. 4000 Flugis geben ziemlich aus, vor allem,
wenn man sich dabei Zeit für Unterhaltungen nimmt.

Probleme:
- die Schatzkisten nehmen zuviel Platz weg
- auf jeden Fall sollten es ZWEI Schatzkisten sein, eine
  geschlossene und eine offene
- die Schatzkisten brauchen eine Mindestgröße, weil man sie
  sonst nicht erkennt
- so bleibt zuwenig Platz für Slogans übrig, und Slogans
  braucht das Flugi, weil "Demokratie" oder so alleine zu
  schwammig und zu fad ist (und keinen Anlass für
  Gespräche liefert)
- A6-Flugis sind gute Flugis, weil kleine Flugis viel leichter
  weggehen als große (außerdem billig)

Zweiseitige Flugis mit einer geschlossenen Schatztruhe auf
der Vorderseite und einer offenen auf der Rückseite
würde vermutlich funktionieren, wenn sofort klar ist, dass
es sich nicht um ein Gewinnspiel handelt und "bitte wenden"
oder ein großes Fragenzeichen dabei ist. Solche Profi-Flugis
habe ich schon gesehen. Problem: ich weiß nicht wie ich
das machen soll, dass ein PDF entsteht, dass der Kopierer/Drucker
versteht als "vorne/hinten".

Ich gehe übrigens davon aus, dass die Flugis nur bei
Passanten funktionieren, die zufällig schon was wissen
wollen von den Piraten und gewissermaßen die Gelegenheit
für ein Gespräch mit dem Anatol beim Schopf packen.
Solche Leute braucht man nicht überreden oder überzeugen,
sondern bloß ermuntern. Das KÖNNTE klappen.

Irgendwelche anderen Ideen oder Einwände? Meine
Zeichenkünste sind eher bescheiden, außerdem bin ich
nicht sicher, ob durch die Rasterpunkte nicht blöde
Moire-Muster entstehen. Helly, wie ist das bei 300 dpi?

Ich bin weder ein Freund vom Anatol noch der Pöpö,
aber so von Flugi-Verteiler zu Flyerer würde ich
sogar was gestalten, wenns der Anatol nicht kann
oder nicht mag. (Habe Paint.Net.)



« Last Edit: 2014, 09, 04; 17:01:50 by GOLEMXIV »

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hellboy

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Re: Anatol Flugi
« Reply #1 on: 2014, 09, 04; 18:26:07 »
Ich weigere mich, dazu Stellung zu nehmen. Dazu finde ich die Idee mit der Kiste zu banal, und dazu ist mir der anatol zu oft auf die Eier gegangen mit seinem "wir haben der Schlüssel fir die sisteehm. Wir müssen aus die Matrix heraus."

Dafür ist der Flyer jetzt schon zu gut.

ahoy
hellboy
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Man is still an ape.                   than politically correct!

pet

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Re: Anatol Flugi
« Reply #2 on: 2014, 09, 04; 19:44:34 »
Du, der Anatol ist auch mein Freund nicht. Ich finde nur,
dass er am richtigen Weg ist mit seiner Form von Propaganda.
Wenn es ihm soviel Spaß macht, dann soll er doch seine
Gesprächspartner haben, denn das einzige, das der Anatol
braucht, sind Flugblätter. Dann kann er an jedem Finger
zehn Quasselstripper haben, die mit ihm debattieren über
Piratenthemen. Du, ich bin schon so verzweifelt mit den
"Organisationen", dass mir jeder Beistand recht ist, um
Piratenthemen unter die Leute zu bringen. Das ist leider
unter uns armen Polit-Ameislein ohne Pressekontakte
das einzige Mittel um die Massen zu erreichen ohne Inserate.
So verzweifelt bin ich, dass es mir inzwischen sogar lieber
ist, Piratenthemen kommen mit Piratenlogo unter die
Massenmenschen als gar nicht. Wenn der Anatol im
Piraten-Pyjama durch Wien flaniert ist das leider das
einzige, dass die Passanten von Belangen wie "Transparenz",
"Intimssphäre", "Briefgeheimnis und Anonymität" an dem
Tag sehen werden. So weit ist es leider gekommen.
Sobald der Anatol mit Flugblättern auf Beutepirsch geht
sind ihm meiner geschätzten Wahrnehmung nach auch
andere Menschenrechtsvereine zu Dank verpflichtet,
findest du nicht auch? Ich bin sicher, die Netzkinder hassen
den Anatol genauso wie wir. Trotzdem müssten sie dann
anerkennen, dass der Anatol nicht nur per Fernbedienung
zum Kirchenchor predigt. So wie die Netzkinder.

Anatol + Flugis + 2 Bappm Offen > Website mit "NSA späht bei Journalisten"

Ich kontaktier mal den Anatol und hol mir Redaktion für
die Idee und mögliche Ausführungen.

Wenn ich der Anatol wäre, würde ich statt der Pöpö.at-Adresse,
wo eh nix geht außer den Leuten am Arsch vorbei, würde ich also
meine E-Mail-Adresse sowie meine Telefonnummer draufdrucken lassen.
Dann rufen nämlich die Pirateninteressenten mich zuerst an, damit
ich sie mit meinen Vorstellungen vom Piratentum volllabern kann.
Warum diese Freude dem MüD oder dem Fäsl lassen? Die es nicht
können? Besser meine Fans und Korrespondeten zu Stammtischen
einladen. Die anderen Piraten haben nicht einmal eine Ahnung,
wo die Treffen stattfinden, oder wann.

Von so einer Anstrengung hätte der Anatol auch was. Er würde
leben wie ein Bundesvorstand ohne je gewählt worden zu sein.
So ein Flugi-Verteiler ist nicht mehr basisdemokratisch kontrollierbar,
was Vorteile hat, vor allem für den Anatol.

« Last Edit: 2014, 09, 04; 19:46:07 by pet »

marenostrum

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Re: Anatol Flugi
« Reply #3 on: 2014, 09, 09; 14:01:57 »
Es war nicht leicht, dem Anatol zu erklären, wie das von ihm ersonnene
Flugi seine Anliegen befördern und fördern könnte. Es war deswegen nicht
leicht, weil bei dieser Erklärung vorwiegend er geredet hat.

Dann habe ich ihm eine E-Mail zu diesem Thread geschickt, seither habe
ich nichts mehr von ihm gehört.

Meine Beobachtungen lassen Zweifel an der Folklore, d.h. der Ehrbarkeit, des
österreichischen "Aktivismus" aufkommen. Ich halte das überhaupt für eine
sehr schädliche Bezeichung, weil die Aktivisten sich davon in die Irre leiten
lassen, dass Aktivität automatisch zielführend wäre.

Es gibt auch ein Missverständnis bei der Bezeichnung "organisieren":
- die Pöpö ist weniger eine Organisation, sondern mehr ein Organigramm, was
  für die politische Praxis nicht ausreichend ist
- die Pöpö hat sich nicht organisiert in dem Sinne, dass die Mitglieder zusammenhalten
  und zusammen etwas machen, z.B. protestieren oder informieren
- die Pöpö kann nichts organisieren, denn das ist die Beschaffung von Mitteln
  auf informellen Wegen innerhalb eines produktiven Netzwerks

Für die Pöpö ist der Aktivismus beendet, sobald wieder mal über irgendwas
abgestimmt wurde, z.B. ob die Mehrheit auf das produktive Netzwerk "KPÖdSU"
verzichten will oder ob wieder mal ein neues Organigramm gezeichnet werden
soll oder wer ausgesperrt und beleidigt gehört, weil er diese ohnehin schon
äußerst schwerfälligen und fehleranfälligen Prozesse stört. Wichtig ist auch die
Frage, wer den Daumen auf all diesen Pöpö-Kanälen haben darf, auf denen
praktisch nichts erscheint, und die daher auch keiner sieht.

Die Ganja-Organisationen sind zwar nicht so krasse Beispiele, haben aber auch
ihre Fehler. Der schlimmst ist, dass sie nicht zusammenarbeiten.