Author Topic: BGE-FAQ  (Read 1238 times)

pet

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BGE-FAQ
« on: 2013, 08, 22; 12:30:12 »
F: Was bedeutet "BGE"?
A: Bedingungsloses Grundeinkommen.

F: Was ist das BGE?
A: Eine Art Pension, mit dem Antrittsalter "ab Geburt"

F: Ist das nicht teuer?
A: Doch, sehr, aber auch nicht teurer als der jetzige Sozialstaat.

F: Und wer hackelt dann noch was?
A: Eltern sorgen weiter für ihre Kinder, Künstler machen weiterhin
Kunst, Chefs managen weiter, Beamte tachinieren weiter. Es
ändert sich also nichts.

F: Aber für mich wird das Leben teurer, weil ich meiner Putze mehr
zahlen muss.
A: Irrtum. Deine Putze ist Yugo, und die kriegt kein BGE. Nur Staatsbürger.
Drecksarbeit wird weiterhin von Ausländern gemacht; nichts ändert sich.

F: Was ist, wenn ich mir mein BGE nach Vietnam überweisen lasse?
Dort kann ich mich für 1 Cent volllaufen lassen; Dope wächst auf Bäumen
und Nutten kosten 50 Cent für die ganze Nacht.
A: Das BGE muss in Österreich ausgegeben werden.

F: Also doch nicht so bedingungslos? Wer kontrolliert das?
A: Ausnahme.

F: Was ist damit? Ich lebe fünf Jahre vom BGE, lerne Sanskrit und
setze mich nach Tookyoo ab, als hochbezahlter Sanskrit-Tutor. Die
Republik schaut durch die Finger.
A: Lalalalalahhhh...

F: Sie gehen davon aus, dass im BGE-Fall die selben Leute nix
hackeln, die jetzt schon zu faul oder blöd sind. Was ist, wenn
Arbeiten doch unüblicher wird als vorhergesehen?
Das könnte das Modell verteuern.
A: Das wird garantiert nicht passieren. Die Leute leeren gerne
Mistkübel aus. Sie halten auch gerne als Küwerer die Knochen
hin und empfangen gerne Befehle im Enterprise. Auch das
Verfassen von Benutzerhandbüchern für Thermostate
und die Gestaltung für Postwurfsendungen für Pizza-Service sind
beliebte Hobbies. Wer Geld geschenkt kriegt, hackelt einfach
weiter. Man sieht es bei Lotto-Millionären.

F: Eeeeecht?
A: Ganz sicher. Ich schwörs.

F: Aber wird Arbeit dann nicht teurer? Weil man höhere Anreize
schaffen muss? Dann kann ich mir um mein Geld weniger kaufen.
A: In Österreich wird kaum mehr etwas hergestellt. Kommt doch
eh alles aus China.

F: Auf mich wirkt das BGE-Österreich wie eine Rentner-Republik,
die es sich auf Kosten von Ausländern im In- und Ausland gut
gehen lässt. Wie gerecht ist das?
A: Sehr gerecht. Die meisten Österreicher sind Weiße.

F: Danke für dieses Gespräch. Ich fühle mich jetzt total überzeugt.

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Gerrsimazibz

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Re: BGE-FAQ
« Reply #1 on: 2013, 08, 23; 00:45:41 »
F: Was ist, wenn ich mir mein BGE nach Vietnam überweisen lasse?
Dort kann ich mich für 1 Cent volllaufen lassen; Dope wächst auf Bäumen
und Nutten kosten 50 Cent für die ganze Nacht.
A: Das BGE muss in Österreich ausgegeben werden.

F: Also doch nicht so bedingungslos? Wer kontrolliert das?
A: Ausnahme.
Ehh? Wo ist das Problem. Das BGE wird in Gutscheinen ausgegeben, die nur in Österreich eingelöst werden können.  (Heee, so wars nach dem Krieg auch, damit kriegen wir alle Pensionist(en)&/-_*innen)  In Vietnam kriegst du damit kein Dope und auch keine Nutte, sondern kannst du dir nur den Arsch damit auswischen. Also sparst dir das Häuselpapier.

marenostrum

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Re: BGE-FAQ
« Reply #2 on: 2013, 08, 23; 01:21:11 »
Was für Gutscheine sind das? Geldscheine? Briefmarken?

Was so gut ist wie Geld IST Geld. Ich verkauf meine Scheine
am Schwarzmarkt für 80%. Kann ich trotzdem noch in Arschwarzistan
als Warlord leben. Passiert in den USA mit Essensmarken jeden
Tag, den ganzen Tag. Ein Chef von mir hat mir für meine Pizzarechnungen
neue Pizzas gekauft, um was von der Steuer abzusetzen.

Da ist Kontrolle der Anwesenheit noch effektiver, obwohl sich da
auch Wege finden. Dann kannst nur mehr die Reisedaten deiner
Schäfchen hamstern und dataminen... Mooohhhment...




Gerrsimazibz

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Re: BGE-FAQ
« Reply #3 on: 2013, 08, 23; 12:24:48 »
Was für Gutscheine sind das? Geldscheine? Briefmarken?

Was so gut ist wie Geld IST Geld.
Also jetzt bin ich echt erstaunt über deine mangelnde Phantasie. Das sind natürlich nur mit Lichtbildausweis einlösbare personalisierte Gutscheine.  Die kannst weder weitergeben, noch verkaufen, nur einlösen.  Das ist  sowohl gegenüber Kriminellen wie Trotteln extrem sicher.  Und das Geld bleibt schön brav im Land.  In Arschwarzistan kannst du mit den Papieren deine Hüttte tapezieren.


marenostrum

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Re: BGE-FAQ
« Reply #4 on: 2013, 08, 23; 13:40:43 »
Meine Phantasie reicht aus, um mir hier alles mögliche
vorzustellen. Am besten eine Chip-Karte, die mit
einem Konto verbunden ist. Jede Transaktion wird
überwacht, denn du willst ja nicht nur bestimmen,
WO eingekauft wird, sondern auch WAS. Sobald
ich mit der Karte Gold oder Silber oder Kunst oder
Wertpapiere kaufen kann, ist die Karte nämlich
für die Katz.

Die Verhinderung führt zwangsläufig zur Intimschnüffelei
und Totalnacktheit. Das wollen wir von den Piraten
eigentlich nicht.

Fällt dir noch etwas anderes ein?

 

Gerrsimazibz

  • Guest
Re: BGE-FAQ
« Reply #5 on: 2013, 08, 23; 22:45:02 »
Meine Phantasie reicht aus, um mir hier alles mögliche
vorzustellen. Am besten eine Chip-Karte, die mit
einem Konto verbunden ist. Jede Transaktion wird
überwacht, denn du willst ja nicht nur bestimmen,
WO eingekauft wird, sondern auch WAS. Sobald
ich mit der Karte Gold oder Silber oder Kunst oder
Wertpapiere kaufen kann, ist die Karte nämlich
für die Katz.
Mist. Ja ist richtig. Das wäre kontraproduktiv. Nein ich würde nur gern verhindern, dass das Geld ausser Landes fließt, solange es kein globales Geldsystem gibt. (dann wärs vollkommen egal)  -> Hinweis: Versteh von Wirstchaft gleich viel wie von Physik  : Nix
Also es gibt schon solches Lokalgeld in verschiedenen Regionen  http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Regionalgelder
Unvorstellbar dies für ein ganzes Land so zu handhaben?
« Last Edit: 2013, 08, 23; 22:58:21 by Gerrsimazibz »

GOLEMXIV

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Re: BGE-FAQ
« Reply #6 on: 2013, 08, 24; 02:01:28 »
April, April. Dieses Problem hat eine simple bürokratische Lösung,
die jetzt schon gut funktioniert.

Du kannst mit deiner Lebensdividende nach Vietnam fahren.
Dein Problem: du bist dort nicht krankenversichert. Wenn was
passiert oder du krank wirst, kanns für dich sogar in Vietnam
teuer werden. Es kann dich im Extremfall sogar das Leben
kosten. Dieses Risiko gehen vermutlich manche Leute ein,
vor allem jüngere, aber das ist schon mal eine gute Abschreckung.

Außerdem ist vertretbar, dass Netto-Empfänger ihr Geld im
Land ausgeben. (Dann ist aber auch vertretbar, dass in Österreich
herstellen muss, wer in Österreich verkaufen will. Und tüchtig
Steuern zahlt.)

Talentflucht lässt sich nicht unterbinden: jahrelang in Österreich
auf Kosten der Allgemeinheit was lukratives lernen und dann
abhauen. Hier steht Österreich ganz klar im Wettstreit mit anderen
Ländern, aber so ist das halt im 21. Jahrhundert.
Fähigen Leuten muss man als Land was bieten. Weiters ist
Österreich bei der Talente-Ein/Auswanderungs-Bilanz vermutlich
eher Netto-Empfänger.



Talentschwund ist nicht so einfach, aber dagegen

hellboy

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Re: BGE-FAQ
« Reply #7 on: 2013, 08, 25; 17:09:00 »
TF:BGE update:

Das BGE in 5 Sätzen

https://wiki.piratenpartei.at/wiki/TF:BGE
 
wir müssen einen weg finden, interessenten das bge in 5 sätzen zu erklären. 5 sätzen die einfach genug sind, damit sie sich jedes mitglied, das unsere ziele erklären will, möglichst einfach einprägen, und sie möglichst fehlerfrei wiedergeben kann.

klar, das bge ist eine komplexe materie, und es ist immer gefährlich, sowas verkürzt wiederzugeben. wir können aber auch von niemandem verlangen, jedesmal einen halbstündigen vortrag dazu auswendig aufzusagen.


die 5 punkte, die sich bei einem treffen herauskistallisiert haben:

• Soziale Sicherheit von der Wiege bis zur Bahre.
Freiheit durch garantierte Absicherung.
• Soziale Gerechtigkeit, weil es keine Armut mehr gibt, und der extreme Reichtum begrenzt wird.
• Problemlose Finanzierbarkeit unseres Modells, weil die Kosten des jetzigen Systms höher liegen.
Motivation zur Arbeit, statt Zwang durch staatliche Stellen.


WICHTIG! Niemals den Hinweis vergessen, daß das BGE ein Fernziel ist, das wir mit Maßnahmen, die uns in diese Richtung führen, schrittweise erreichen wollen. Die Piraten wollen keine Revolution, sondern eine Evolution.


Das BGE in 5 Absätzen

das bge muß auch auf themenflyern und in artikeln in kurzen absätzen zu erklären sein. für kurze interviews sollten die von außenvertretern verinnerlicht werden.


• Soziale Sicherheit von der Wiege bis zur Bahre.

In einem der reichsten Länder der Welt ist es nicht einzusehen, daß Menschen immernoch unterhalb des Existenzminimums, also in Armut leben müssen. Die Piraten erachten ein lückenloses soziales Netz, das wirklich niemanden zurücklässt, und an keine Bedingungen geknüpft ist für unverzichtbar. Dabei geht es nicht darum, jemandem ein Luxusleben in der vielzitierten sozialen Hängematte zu ermöglichen, sondern um eine Grundsicherung, die ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Dies muß von der Betreuung bei der Geburt über die Finanzierung einer echten Absicherung in der Ausbildung, was einen wirklich freien Zugang zu Bildung garantiert und eine bedingungslose Absicherung bei Arbeitslosigkeit und Berufsunfähigkeit bis hin zu einer garantierten Mindestpension gelten.


Freiheit durch garantierte Absicherung.

Nur ein wirklich bedingungsloses Grundeinkommen kann die Persönliche Freiheit der gesamten Bürgerschaft garantieren. Solange Menschen vor die Wahl gestellt werden, entwürdigende Beschäftigungen anzunehmen, für die sie so schlecht bezahlt werden, daß sie nicht davon leben können, und vom AMS auf Mindestsicherung bezuschusst werden müssen, unter der Drohung, daß sie sonst keinerlei finanzielle Unterstützung mehr kriegen, sind diese Menschen nicht frei. Sie werden in die Lohnsklaverei gezwungen, und das ist in einer modernen Gesellschaft inakzeptabel. Das klassische Beispiel vom Kanalräumer zeigt es sehr deutlich: diese Jobs sind heiß begehrt, weil sie aufgrund der garantierten Zulagen gut bezahlt sind. Mit einem BGE könnte niemand mehr gezwungen werden, solche jobs für einen Hungerlohn anzunehmen.


• Soziale Gerechtigkeit, weil es keine Armut mehr gibt, und der extreme Reichtum begrenzt wird.

Durch das BGE wird die echte Armut abgeschafft. Die menschlichen Grundbedürfnisse werden erfüllt, ohne die Motivation auf eine Erwerbsarbeit zu zerstören. Dafür ist ein höherer Beitrag der finanziell Bessergestellten nur legitim. Auch der politische Mitbeweb fordert schon Schritte, die uns in diese Richtung führen, wie ein Mindestgehalt und eine höhere Besteuerung der Reichsten in unserer Gesellschaft. Es gab in den letzten Jahrzehnten eine Umverteilung des Vermögens von Arm zu Reich, und es ist höchste Zeit, daß hier endlich gegengesteuert wird. Dies wird auch nicht wie oft behauptet dazu führen, daß niemand mehr arbeiten will. Die meisten Menschen wollen erfolgreich sein, und für sich und ihre Familien Werte schaffen. Dazu reicht ein BGE bei weitem nicht.


• Problemlose Finanzierbarkeit unseres Modells, weil die Kosten des jetzigen Systms höher liegen.

Die Kosten für unser derzeitiges Finanzierungsmodell liegen sogar unterhalb der aktuellen Kosten. Es handelt sich ja auch um relativ wenige Personen, die zusätzlich versorgt werden, und relativ geringe Beträge, um die Bezüge angehoben werden. Für die Betroffenen machen diese geringen Beträge aber schon einen enormen Unterschied. Diese sehr moderaten Mehraufwändungen können duch den Wegfall von Doppelgleisigkeiten bei der Verwaltung der derzeitigen Sozial- und Notstandshilfe mehr als ausgeglichen werden. Das Geld landet auch bei Leuten, die dieses für den täglichen Bedarf brauchen, und kommt damit direkt der Binnenkonjunktur zugute. Alleine dadurch ergeben sich höhere Steuereinnahmen.


Motivation zur Arbeit, statt Zwang durch staatliche Stellen.

Derzeit wird Arbeitslosen, Notstands- und Sozialhilfebeziehern jeder Cent Zuverdienst von der Unterstützung abgezogen. Die Betroffenen werden Praktisch dafür bestraft, daß sie Initiative zeigen, und so in die Schwarzarbeit gezwungen. Bei einem BGE würde Zuverdienst zwar besteuert, wäre aber zulässig. Somit hätten die Menschen endlich die Möglichkeit, ihr Leben frei zu gestalten, und auch im small-business-Segment der Wirstschaft neue Impulse zu geben. Bedingungslos bedeutet aber auch, daß Arbeitssuchende nichtmehr in präkere Arbeitsverhältnisse gezwungen werden können.



die ergänzungen sind ergebnis der verschiedensten diskussionen überall und rundherum. nächster task: das bge auf 5 seiten.

ahoy
hellboy
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attx

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Re: BGE-FAQ
« Reply #8 on: 2013, 08, 25; 22:11:59 »
Ich dachte schon, dass dieser Text von Dir stammt, helly@.
Morgen (heute bin ich zu bekifft und gedröhnt) würde ich gerne ein paar Takte dazu plaudern.

Ich esse gerade Erdbeereis mit Cheeseburger. (Halt mich nicht für deppert, aber ich habe gerade eine wichtige Prüfung (Küstenpatent, international) bestanden. Und das muss ich einfach feiern!)

GOLEMXIV

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Re: BGE-FAQ
« Reply #9 on: 2013, 08, 26; 01:59:57 »
Quote from: attx
Morgen (heute bin ich zu bekifft und gedröhnt)

Im Geiste marschieren wir mit.

Quote from: attx
Ich esse gerade Erdbeereis mit Cheeseburger. (Halt mich nicht für deppert, aber ich habe gerade eine wichtige Prüfung (Küstenpatent, international) bestanden. Und das muss ich einfach feiern!)

Gratuliere herzlich. Viel Erfolg im neuen Lebensabschnitt!

lolw00t

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Re: BGE-FAQ
« Reply #10 on: 2013, 08, 26; 18:59:30 »
• Soziale Gerechtigkeit, weil ... der extreme Reichtum begrenzt wird.
kling das nicht ein bischen linkslinks?

Gamoder

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Re: BGE-FAQ
« Reply #11 on: 2013, 08, 26; 20:01:14 »
Und vor allem: Stimmt es?
Ich denke, es kommt sehr wesentlich auf die Finanzierung an, also per se begrenzt ein BGE den extremen Reichtum absolut nicht.

hellboy

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Re: BGE-FAQ
« Reply #12 on: 2013, 08, 26; 21:30:46 »
• Soziale Gerechtigkeit, weil ... der extreme Reichtum begrenzt wird.
kling das nicht ein bischen linkslinks?
Wenn man es nicht vollständig zitiert, und nur die Überschrift, mag das so klingen. Sonst nicht.

ahoy
hellboy
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attx

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Re: BGE-FAQ
« Reply #13 on: 2013, 08, 26; 22:59:25 »
Ich beziehe mich bloß auf die 5 Kurzformen und nicht auf die 5 Absätze.
Also, hellboy: Bitte nicht den Colt gegen mich auspacken. Ich möchte die viel strapazierte ‚konstruktive Kritik‘ anbringen.
Alles versteht sich als Diskussionsvorschlag:

Quote from: 'hellies 5'
• Soziale Sicherheit von der Wiege bis zur Bahre.

Das klingt ein bisserl (oder sogar sehr) nach ‚sozialer Hängematte‘ und ‚durchg’futtert werden‘. Mit so einer Ansage wird man sofort zur KPÖ (oder zum sozialromantischen Irren) klasssifiziert.
Ich würd’s so formulieren:

In Österreich darf niemand verrecken.

Quote from: 'hellies 5'
• Freiheit durch garantierte Absicherung.

800,- Netsch im Monat machen niemanden ‚frei‘. Es bewahrt jemanden vor Hunger (im Idealfall auch vor Kälte). Die Harley-Tour am 101 mit der Camel geht sich damit nicht aus.
Meine klare Ansage wäre:

In Österreich darf niemand verrecken. Aber um es ehrlich zu sagen: Mehr ist nicht drinnen. Das muss klar sein.

Quote from: 'hellies 5'
• Soziale Gerechtigkeit, weil es keine Armut mehr gibt, und der extreme Reichtum begrenzt wird.

Der Zusatz „Reichtum begrenzen“ muss ersatzlos in den Mistkübel. Warum sollten wir Reichtum begrenzen wollen?

Außerdem ist ‚soziale Gerechtigkeit‘ eine abgen*delte Sozen-Phrase. (Ich glaube sogar ein ‚Fahnenwort‘, wie ich hier gelernt habe.)
Warum sagen wir nicht:

Wir wollen keine Armut. In Österreich darf niemand verrecken.

Quote from: 'hellies 5'
• Problemlose Finanzierbarkeit unseres Modells, weil die Kosten des jetzigen Systms höher liegen.

Das ist eigentlich das (für mich) überzeugenste Argument. Ich hab’s zwar nicht gerechnet, weil ich das nicht kann. Aber es könnte sein, dass das des Pudels Kern ist.
Der Kurz-Satz ist gut bzw. sehr gut. Der Ergänzungsgedanke, der sich mir aufdrängt:

Wir wollen das Cash bei den Menschen sehen und nicht bei einer Heerschar von Beamten. (Sinngemäß)

Quote from: 'hellies 5'
• Motivation zur Arbeit, statt Zwang durch staatliche Stellen.

Eigentlich geht es um folgendes: Zurückdrängung staatlicher Zombi-Organisationen, die als Meschenverwalter agieren. Grundversorung, weil niemand verrecken darf. Alles darüber hinaus ist erlaubtes und erwünschtes Privatvergnügen. Die Grundversorgung ist aber bedingungslos und braucht keine staatsalimentierten Menschenwärter.



Wie gesagt: Bitte nicht als Kritik verstehen. Ich würde es gerne weiter besprechen, weil mich der Grundgedanke und die Grundidee durchaus überzeugen. Vielleicht können wir noch den schefetasch oder gerne auch den faithless zum Gedankenaustausch einladen?

Denderan Marajain

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Re: BGE-FAQ
« Reply #14 on: 2013, 08, 27; 08:07:32 »
@attx

Was für eine Prüfung war es denn?
Kann mir unter Küstenpatent zuwenig vorstellen