Author Topic: Atomkraft  (Read 1710 times)

hellboy

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Atomkraft
« on: 2014, 05, 02; 17:45:09 »
Weltjournal: atomruinen für die Ewigkeit

http://tvthek.orf.at/program/Weltjournal/1328/WELTjournal-Atomruinen-fuer-die-Ewigkeit/7846044

Es gibt keine sicheren Endlager, also Schluss mit dem Wahnsinn!

ahoy
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Re: Atomkraft
« Reply #1 on: 2014, 05, 02; 23:57:26 »
hihi, da leidet wer wohl ein bischen unter Strahlenphobie

hellboy

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Re: Atomkraft
« Reply #2 on: 2014, 05, 03; 20:31:34 »
Es ist die epedemische Gammastrahlen-Allergie. Die infektionsrate liegt bei 100%.

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attx

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Re: Atomkraft
« Reply #3 on: 2014, 05, 04; 17:57:32 »
Es ist die epedemische Gammastrahlen-Allergie. Die infektionsrate liegt bei 100%.

Beim Bundesheer hab ich seinerzeit gelernt, wie man sich schützt.

   1.   Du darfst nicht direkt in den Atomblitz reinschauen. Weil man sonst sofort blind wird.
   2.   Du wickelst dich in deinen Regenschutz, wenn gerade kein Atombunker verfügbar ist und legst dich flach auf den Boden.
   3.   Am Boden wartest du auf Anweisungen. Wichtig: Liegen bleiben, weil die Strahlung „irgendwie durchsichtig“ ist. Du kannst den Atom mit freiem Auge nicht sehen.


hellboy

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Re: Atomkraft
« Reply #4 on: 2014, 05, 17; 14:29:41 »
Atomkraftwerke bleiben trotz bekannter Konstruktionsfehler am Netz

Quelle: http://borken-live.de/media/pdf/AKW-Sicherheit.pdf

Quote
O-Ton: Prof. Wolfgang Kromp, Universität Wien „Wir erheben diese Bedenken schon seit vielen Jahren und nicht nur ich jetzt, auch die Regierung. Man hat sich dran gewöhnt, dass wir das sagen. Man ist in einem gewissen Sinn prügelfaul geworden.“

Als sich die Laufzeitverlängerung in Deutschland ab zeichnet, werden die Österreicher nervös. Eine neue Studie wird in Auftrag geben, die FAKT vorliegt – darin wird im vergangenen Oktober die Sicherheit der Reaktoren erneut in Frage gestellt.

O-Ton: Prof. Wolfgang Kromp, Universität Wien „Man hat in den Druckbehältern eine Schweißnaht eingebaut, die zu einem Ermüdungsbruch führen kann im Lauf der Zeit und dann eigentlich hat man einen Reaktor, der auf einer Bombe sitzt.“

Denn an der Schweißnaht können kleinste Risse entstehen, die zum Bruch führen können. Diese Risse können sich innerhalb kürzester Zeit gefährlich ausweiten. Das Kühlwasser kann dann entweichen, die Temperatur im Reaktor steigt unkontrolliert. Eine Kernschmelze könnte die Folge sein. Die Studie kommt zudem noch zu dem Ergebnis, dass eine Nachrüstung der deutschen Siedewasserreaktoren technisch ausgeschlossen ist.

Zitat:
„Die schwerwiegenden Konstruktionsmängel können durch Nachrüstungsmaßnahmen nicht ausgeglichen werden.“

Den Experten in Österreich sind diese Probleme schon seit Jahren bekannt und führten beim AKW Zwentendorf sogar zu einem Volksentscheid. Das Ergebnis: Das Kraftwerg ging nie ans Netz, dient heute als Museum. In Deutschland hingegen werden in den Folgejahren gleich sechs Reaktoren dieses Typs gebaut, vier davon betrifft die Laufzeitverlängerung der schwarz-gelben Regierung. Bedenklich.

O-Ton: Prof. Wolfgang Kromp, Universität Wien
„Das ist sozusagen ein Geburtsfehler, der eingebaut wurde mit der Konstruktion.“

Die Studie aus Österreich wird von der Bundesregierung monatelang ignoriert. Erst am 15. Februar kommt es zu einer vertraulichen Beratung im Bundesumweltministerium an der auch Autoren der Studie teilnehmen. Doch die Runde vertagt sich ergebnislos. Nicht das erste Mal, dass wichtige Entscheidungen verschoben werden. Als die Bundesregierung die Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke beschließt, macht sie das offenbar ohne wissenschaftliche Absicherung, kritisiert der deutsche Atomexperte Henrik Paulitz.

O-Ton: Henrik Paulitz, IPPNW
„Die Bundeskanzlerin hat im September vergangenen Jahres gegen viele Widerstände die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke durchgeboxt. Zugleich schreiben die Aufsichtsbeamten in der eigenen Bundesregierung ein Papier aus dem hervorgeht, dass überhaupt nicht klar ist, ob die Anlagen diese langen Laufzeiten noch ertragen können. Ob die Alterungsprozesse, die Versprödungsprozesse, die Gefahren der zunehmen Rissbildung überhaupt tragbar sind.“

Hier das Papier aus dem Umweltministerium. Eindeutig heißt es darin: „Im Hinblick auf physikalische Alterungsvorgänge ist zu zeigen, dass die relevanten Komponenten und Systeme für die noch verbleibende Betriebszeit ausgelegt sind.“

Im Klartext: Die Bundesregierung beschließt damals also, dass sie Atomkraftwerke am Netz lässt, von denen noch nicht einmal klar ist, ob sie das überhaupt technisch verkraften. Zu den Problemmeilern heißt es in den letzten Tagen nur: Hierzulande gebe es keine Tsunamis und auch keine so schweren Erdbeben wie in Japan. Aber kein Wort zu gefährlichen Schweißnähten und Jahrzehnte alten Druckbehältern.

merkel wusste also, daß die reaktoren jederzeit explodieren können, aber als lobbyistin der atomenergiekonzerne hat sie die gefahren vertuscht. die raute macht´s möglich.

ahoy
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« Last Edit: 2015, 11, 11; 16:20:49 by hellboy »
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Re: Atomkraft
« Reply #5 on: 2015, 03, 17; 20:50:48 »
Quote from: Tagesschau
Folgen von Tschernobyl
Wildschweine noch immer verstrahlt

Fast 30 Jahre liegt die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nun zurück. Die Folgen sind bis heute messbar - auch im Fleisch von bayerischen Wildschweinen. Die zulässigen Grenzwerte sind teils um mehr als das Zehnfache überschritten. Die Grünen fordern nun schärfere Kontrollen.


Knapp 30 Jahre nach dem Atomunglück von Tschernobyl sind immer noch viele Wildschweine in Bayern radioaktiv belastet. Der zulässige Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm wird teilweise um mehr als das Zehnfache überschritten. Das geht aus der Antwort des bayerischen Umweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Im Landkreis Augsburg überschritt im Jahr 2013 sogar mehr als die Hälfte der 612 genommenen Proben den Grenzwert. In den zwölf Landkreisen, die 1986 am stärksten von der Tschernobyl-Wolke getroffen worden waren, lagen 2013 insgesamt rund 1330 Proben über dem Grenzwert.

Teilweise liegen die Werte weit über der erlaubten Grenze, wie aus den Daten der amtlichen Lebensmittelüberwachung hervorgeht. So wurde im bayerischen Cham 2013 bei einem erlegten Tier 9840 Becquerel pro Kilogramm gemessen, in Regen bei einem Schwein 9836 Becquerel.

Wildbret mit einer Belastung über dem Grenzwert darf nicht in den Handel gelangen, die Jäger können dafür beim Bundesverwaltungsamt einen Schadenausgleich beantragen.

Die bayerischen Grünen werfen dem Umweltministerium vor, sich für die Problematik nur begrenzt zu interessieren. Dabei habe es allein aus Bayern mehr als 3300 Anträge auf Schadenausgleich gegeben, gibt der Grünen-Abgeordnete Markus Ganserer zu Bedenken.

Kein belastetes Fleisch im Handel

Bisher wurde allerdings kein radioaktiv belastetes Fleisch im Handel oder in Gaststätten gefunden. Keine Auskunft kam aus dem bayerischen Umweltministerium zu der Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass das Fleisch nicht getesteter Tiere radioaktiv belastet sein könnte. "Statistische Aussagen sind dazu nicht möglich", heißt es in einem Schreiben der Behörde.

Grünen-Politiker Ganserer kritisierte, dass auch in stark belasteten Regionen nur ein Teil der erlegten Tiere getestet wird. Das Ministerium dagegen verweist in seiner Antwort auch darauf, dass Wildschweinfleisch ein Lebensmittel "von geringer Bedeutung" sei. Die durchschnittliche Verzehrmenge pro Kopf liege bei 600 Gramm pro Jahr.

http://www.tagesschau.de/inland/radioaktive-wildschweine-bayern-101.html

Dazu sollte man wissen, daß Wildschweine besonders gern unterirdisch wachsende Pilze wie Mäandertrüffel fressen, in denen sich vor allem radioaktives Cäsium in gesundheitsgefährdenden Mengen einlagert. Das Problem gibt es auch im Waldviertel. Dazu hatten die Piraten in Niederösterreich auf meine Initiative schon 2011 was im Programm. Leider existieren mittlerweile landesorganisation und Programm nicht mehr.

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Re: Atomkraft
« Reply #6 on: 2015, 11, 06; 14:40:28 »
Nur der Vollständigkeit halber:

Quote
Baulinie 69 (KWU)

Bei der zweiten Baulinie handelt es sich um die Baulinie 69. Dieser Reaktortyp wurde im Jahre 1969 von der damaligen Kraftwerk Union konzipiert. Ein typisches Merkmal für diese Kraftwerke sind die kastenförmigen Bauten und der separate kugelförmige Sicherheitsbehälter innerhalb des Gebäudes. Ein direkter Vorläufer des Typs 69 war das stillgelegte und im Rückbau befindliche Kernkraftwerk Würgassen.

Das ARD-Politikmagazin "Fakt" berichtete am 14. März 2011, dass eine österreichische Studie über die Baulinie 69[5] einen gravierenden Konstruktionsfehler erkannt hat: an der Schweißnaht des Reaktordruckbehälters kann es zu Haarrissen kommen, die zu einem Bruch führen könnten. Der Studie zufolge besteht diese Gefahr auch bei den in Deutschland eingesetzten Kraftwerken der Baureihe 69. Dabei bestehe die Gefahr, so der Bericht, dass die Überprüfung der gefährdeten Schweißnähte schwer bis gar nicht möglich sei. Dieser Konstruktionsfehler ist nicht durch Umbauten zu beheben.

In Betrieb befanden sich bis 2011 noch die Kernkraftwerke

Brunsbüttel,
Isar 1,
Philippsburg 1 sowie
Krümmel.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Siedewasserreaktor

Und der Bericht über die Konstruktionsmängel:

Quote
Schwachstellenbericht Siedewasserreaktoren Baulinie 69

Kurzstudie zu Schwachstellen in den Kernkraftwerken SWR 69 Brunsbüt- tel, Isar 1, Krümmel und Philippsburg
Eine Indiziensammlung

Oktober 2010

...

Durch Nachrüstungsmaßnahmen können diese schwerwiegenden Konstruktions- mängel nicht ausgeglichen werden.

Der entsprechend SWR-Sicherheitsberichten der KWU (Anlagenbauer der SWR 69 Baulinie) dargestellte Aufbau des RDB zeigt die Lage dieser „Bodenecknaht“, deren Problematik durch die Tatsache entsteht, dass der Boden nicht tangential in den zylindrischen RDB-Mantel übergeht, sondern tellerförmig unter einem stumpfen Winkel (Abbildung 1), wodurch die schweißtechnisch und prüftechnisch schwierige Nahtgeometrie entsteht, die durch diese geometrische Form und ihre Lage zu gefährlichen Spannungsverläufen führt.

...

Die Betreiber dieser Anlagen und die Leute, die den Betrieb genehmigt haben, gehören allesamt wegen Gemeingefährdung eingesperrt!

ahoy
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Quote from: Moderation
Anmerkung Moderation: ab hier wurde ein Thread vom Thema Smartmeter hierher abgetrennt, weil es nichtmehr um Smartmeter, sondern um Kernenergie geht.

Von hier: http://partypiratesat.createaforum.com/tfprivatsphare/smartmeter-keine-info-uber-opt-out-bei-zahlertausch-benachrichtigung/msg3857/#msg3857


Hm, sehr effizient kommt mir die Methode mit der Energiespeicherung in Gewichten nicht vor.
Ein 100m x 100m x 100m großer Würfel hat 1 Mio m3 Volumen und wirkt in Stein ca. 3 Mrd kg.
Wenn man ihn 50m hoch hebt, z.B. hydraulisch, dann hat der Würfel eine potentielle Energie
von 1.5 Terajoule. Das klingt zwar viel, aber 3.6 Mio Joule sind bloß eine kWh.

(3 * 10**9 * 9.81 * 50 = 15 * 10*11)

Daher sind 1.5 Terajoule 417000 Kilowattstunden, bzw. 417 Megawattstunden.
Beim Hin- und herumwandeln geht allerdings mindestens die Häflte verloren, bleiben
nur 200 Megawattstunden übrig. Das reicht für eine Stunde Stromspitze mit
je 2 Kilowatt für 100,000 Bewohner, wenn darunter keine Overclocker sind.

Das sind zwar schöne Zahlen, aber einen 100m x 100m x 100m großen Würfel
50m zu heben ist kein gewöhnliches Ingenieursproblem. Das Material wäre ca.
so umfangreich wie bei der Cheopspyramide und müsste doppel so hoch
gestemmt werden wie ein durchschnittliches Wiener Wohnhaus. Der Würfel
wäre größer als ein durchschnittlicher Wiener Häuserblock (50-70m * 50-70m).
Kolossal!

Wieviel Benzin ist 1.5 Terajoule? Ein Liter Benzin = ca. 1 Kilo = ca. 30 Megajoule,
ergo 50,000 Liter. Das ist ein viel kleinerer Würfel als der Megakubikmeter Felsen,
nicht einmal 4m * 4m * 4m. Der Wirkungsgrad wäre vermutlich nicht sehr hoch,
aber dafür wäre die Energie beliebig transportierbar und würde nicht die Landschaft
verunstalten.
 
Bei der mechanischen Energiespeicherung ließe sich viel Energie sparen,
wenn man zunächst auf die Stromumwandlung verzichtet. Wenn sich ein
Windrad dreht, dann ist das bereits mechanische Energie. Man kann mit
dem Schwung direkt die Pumpen für die Hydraulik antreiben und erst bei der
Energie-Entnahme Strom erzeugen. Das erhöht zwar den Wirkungsgrad, aber
die Architekten für die aufgebockte Cheopspyramide müssten trotzdem
ziemlich schwitzen, um so was zu realisieren.

Auch dichteres Material würde nicht viel helfen, weil die Masse gleich bliebe.
Dichtes Material ist viel teurer als Felsen oder Beton. Am billigsten wäre
vermutlich abgereichertes Uran, welches so dicht ist wie Gold, aber überall
am Weltmarkt gegen Entrümpelung mit Selbstabholung zu haben. Ich
bezweilfe aber, dass es in der erforderlichen Quantität verfügbar ist.
Ich würde auch nicht in der Nähe einer Cheopspyramide aus abgereicherten
Uran wohnen wollen.

Ich finde diese Rechnereien mit Wirkungsgraden und Mini-Joules
für eine Technik-Zivilisation entwürdigend. Atomkraft würde uns aller
Sorgen entheben. Wir könnten richtig schön urassen ohne schlechtes
Gewissen wegen Carbon-Plattfuß, z.B. beheizbare Gehwege, damit keiner
mehr Schnee schaufeln muss. Aber dafür ist unsere Gesellschaft zu korrupt
und zu deppert, wie man sieht.

« Last Edit: 2016, 02, 03; 12:42:21 by hellboy »

pet

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Hier ist eine andere Rechnung, mit einem Wassertank in 30m Höhe. Die Zahlen habe ich mir willkürlich ausgesucht.
3m x 3m x 3m Wassertank, so groß wie ein besserer Schuppen. Das sind 27 Tonnen Wasser, die man raufpumpen kann.
In Joule: 30m * 9.81 * 27000 = 8.1 Megajoule, d.h. ca. 2 Kilowattstunden.

Helly, würdest du in deinem Garten einen 30m hohen Wasserturm aufstellen um 2 Kilowattstunden zu speichern?
Ich nicht. Ich würde lieber eine Autobatterie verwenden, weil der Carbon-Plattfuß bei der Herstellung vermutlich kleiner ist.


hellboy

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Zunächst ist das einzige was wirklich deppert ist heute noch von Atomkraft zu faseln. Obwohl ich schon zigmal erklärt habe, warum Atomkraft die teuerste Art Strom zu erzeugen ist, und solange es weder den feuchten Traum von der echten Wiederaufbereitung noch eine Endlagerung - die einfach nicht sicher machbar ist - gibt, ein Verbrechen an allen nachfolgenden Generationen für eine Million Jahre (weil die Halbwertszeit 10.000 Jahre beträgt) ist, immerwieder damit anzukommen, ist schon ziemlich absurd.

Im übrigen steht dort zigmal dabei, daß die zentrale Speicherung ein Irrweg ist. Auch hier habe ich vor ein paar Postings geschrieben:
Das alles nur, weil die stromkonzerne, die sich in diesem Geschäft gerade formieren, zentrale Speicher einrichten, um die Kunden weiter in der Hand zu haben, und das für Strom, der dezentral produziert wird. Der schlaue Kunde speichert seinen eigenen Strom selbst und dezentral, weil er dann auf die Energiekonzerne ganz pfeifen kann. Dann können die sich ihre smartgrids in die Haare schmieren, und es gibt auch nix zu hacken.

Eine 4 kWh Anlage kann drei Haushalte versorgen. Dort unter dem Link geht es doch ausdrücklich darum, daß das mit Wasser wegen der zu großen Volumina nur begrenzt umsetzbar ist! Jetzt mach mal deine Rechnung mit Granit (Dichte 2,8) oder alten Stapler- oder Krangewichten (Dichte 8) oder billigem Bleierz (Dichte 7,6) oder gar reinem Blei (Dichte 11,3) statt Wasser und zwei 2x2x3m Blöcken die in einem 15m Turm hängen, den du für das Windrad sowieso brauchst, und die Welt sieht wieder ganz anders aus. Da ist dann nurmehr die Frage wieviel man ausgeben will, Gold hat Dichte 19,32. Wie groß man sowas maximal machen kann hängt ja sowieso auch von der Tragkraft von Seilen und Motorleistungen und ähnlichem ab. Wenn neben ein paar herkömmlichen Windrädern ein paar vergleichsweise kleine Türmchen stehen ist die Landschaft jedenfalls nicht zusätzlich verschandelt, da ist es eh schon Wurscht. Die 50% Wirkungsgrad sind auch aus den Fingern gesogen, und daß der bei Benzin wesentlich schlechter ist, hast du ja selber festgestellt. Was der Massenspeicher nicht aufnehmen kann wird zu Wasserstoff, den man für das Auto sowieso braucht, und schon ist das Öl nix mehr wert. Hab ich alles schon beschrieben, lesen macht schlau.

ahoy
hellboy
« Last Edit: 2016, 01, 28; 00:52:16 by hellboy »
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Mit den "erfundenen Tschernobylopfern" hast du dich jetzt endgültig als Aluhut geoutet. Das Problem bei Atomkraft ist nicht die Größe sondern der Müll und die Strahlung. Wie alle Esos gehst du aber auf dieses Problem garnicht ein, weil es all deine Pseudoargumente ad absurdum führt. Statt mit Argumenten kommst du deshalb mit Anfeindungen wie "alles Kommunisten!" daher. Oder gehörst du zu den ganz schlauen, die meinen sie hätten diese Strahlung noch nie gesehen, also gibt es die für sie auch nicht?

Wie ich sehr ausführlich beschrieben habe ist die dezentrale Produktion ganz leicht umzusetzen. Das gibt es bereits in der Praxis, und es sind nur die braven Soldaten der großen Stromkonzerne, die sich da noch immer die Hand vor Augen halten, um den bösen Krampus nicht sehen zu müssen. Und immer fest alle die was Neues machen als weltfremde Hippies beschimpfen, weil was der Bauer ned kennt, des frisst er ned. Wie die deutschen Autokonzerne, die bis heute behaupten, man könne kein Brennstoffzellenauto bauen, weil sie selbst diese Entwicklung verschlafen haben. Mercedes Benz schaltet überall Werbung, vor allem aber sponsored content mit totalen bullshit-Berechnungen, warum die angeblich viel teurer und umweltschädlicher sind als Benziner. Weil sie zurecht Angst haben, daß sie wegen ihrer eigenen Ignoranz für die Technologie der Zukunft auf der Strecke bleiben. Daß bereits etliche Modelle auf dem Markt sind wird ignoriert, weil nicht sein kann was nicht sein darf.

Es sind also keineswegs "die Konzerne", wie du mir hier wiedermal unterstellen willst, weil dir in deiner bornierten Ignoranz nix anderes einfällt. Hyundai, Toyota und Honda sind auch Konzerne, oder zählen bei dir nur deutsche? Es gibt eben Konzerne die für die Zukunft planen, und es gibt solche, die sich krampfhaft an die Vergangenheit klammern. Du bist offenbar ein ideologischer Büttel der ewig gestrigen, und wie alle die das sind erzählst du hier mit der Überzeugung des esoterischen Schwätzers den größten Scheißdreck als wären es Fakten, um von deiner fachlichen Inkompetenz abzulenken. Bei einer Halbwertszeit von 10.000 Jahren, die Atommüll nun mal hat, braucht das abklingen nach Adam Riese eine Million Jahre. Das ist Fakt, aber dem Aluhut fällt dazu nur "mimimimi Emotionen" ein.

Mit dem von mir beschriebenen Modell braucht genau niemand mehr Strom sparen, weil jede Region aber potenziell sogar fast jeder Haushalt für sich selbst so viel produzieren kann wie er braucht. Auch das hast du entweder nicht begriffen, oder du ignorierst es absichtlich. Wäre ja auch blöd, wenn eines deiner armseligen Totschlagargumente plötzlich total ins Leere geht. Hoppla, das tut es ja.

Du unterstellst allen anderen, sie würden emotional argumentieren, bist aber selbst derjenige, der alle die Fakten liefern die dir nicht in den Kram passen beschimpft und verunglimpft. Du verlangst nach Wahrheit, kommst aber selber nur mit dummen Dogmen daher, verdrehst die Wahrheit und ignorierst die Tatsachen. Kurz: du argumentierst wie ein typischer Esospinner und Aluhut, und deshalb sind deine Schlussfolgerungen vollkommen falsch.

ahoy
hellboy
« Last Edit: 2016, 04, 26; 01:45:26 by hellboy »
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Leider brauchen nicht nur Häuslbauer am Land Strom, sondern auch Stadtbewohner und Fabrikanten. Stadtbewohner und Fabrikanten wollen zentrale Energie, weil sie ihren Strom am liebsten aus der Steckdose haben.

Weiters ist Strom nicht alles. Für Autos, besonders für Lastwägen, Schiffe und Flugzeuge sind Verbrennungsmotoren wegen der hohen Energiedichte von Sprit der beste Antrieb.

Weiters gibt es enorm energieaufwändige chemische Prozesse in der Landwirtschaft, z.B. um Stickstoffverbindungen für Düngemittel herzustellen. Ohne diese Energie gehen uns sofort die Fressalien aus.

Der Betrieb von Haushaltsgeräten ist nur wenige Prozenterl der 100 Terawatt, die die Menschheit braucht. Vermutlich brauchen die Datacenter der Erde schon einen höheren Anteil als die Haushalte.

Für 100 Terawatt
1.) braucht man zentrale Energieumwandlung
2.) Wind, Sonne und Wellen reichen dafür nicht

Es ist absehbar, dass die fossilen Energieträger ausgehen. Entweder die Menschheit wird innerhalb der nächsten paar Generationen reif für Atomkraft oder wir gehen als Zivilisation in die Pensi. Dann ist Schluss mit Shopping und Autofahren.

Eigene Windräder oder PV-Anlagen sind für Häuslbesitzer sicher eine gute Investition -- vor allem, wenn man der Regierung und ihren Institutionen nicht traut. Smartgrids sind aber ein Schmäh zur Errichtung von Überwachung und haben damit eigentlich nichts zu tun.

Übrigens sind radioaktive Abfälle weniger schädlich als z.B. Quecksilber, weil radioaktive Elemente eine Halbwertszeit haben. Quecksilber ist für immer giftig, wird aber in gigantischen Mengen konzentriert an die Umwelt abgegeben, aber das scheint niemanden besonders nervös zu machen.

Radioaktive Substanzen fallen nicht nur bei der Nutzung von Atomstrom an, aber nur in der Strom-Erzeugung ist Radioaktivität tabuisiert. Flugzeugträger, U-Boote und Eisbrecher enthalten Atomkraftwerke und erzeugen Atommüll. Bei der Herstellung von Atomwaffen entsteht Atommüll. Herzschrittmacher enthalten sogar Plutonium, und jeder Brandmelder enthält  Americum. Alles völlig uninteressant für die Leute.

Ich persönlich finde Gaia-Energie und Energiesparen entwürdigend. Mir wäre peinlich, wenn Außerirdische in meinem Garten landen und nach der Begrüßung mein Windrad oder meine PV-Anlage bemerken. Ich glaube nicht, dass Vertreter anderer technischer Zivilisationen Gaia-Energie cool finden.

« Last Edit: 2016, 01, 29; 19:29:08 by pet »

hellboy

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Ich finde es schon traurig und ziemlich ignorant, daß sich niemand wirklich das Energiekonzept und die weiterführenden Erklärungen angesehen hat. Wäre das so, wäre allgemein bekannt, daß Anlagen wie andasol bereits so viel Strom wie ein großes Atomkraftwerk liefern, grundlastfähig mit Salzschmelze, ohne Gift, ohne teure Rohstoffe, sondern generativ aus Sonne. Ich finde es kindisch weiterhin von einer völlig unbrauchbaren Technologie zu träumen, die so offensichtlich teuer und gefährlich ist.

Auf die tatsächlich erhobene Behauptung, die Strahlung von Atomkraftwerken sei nicht schlimmer als die natürliche Hintergrundstrahlung geh ich garnicht ein, die ist einfach zu deppert. Die erinnert mich an so einen hirnlosen auf Twitter, der mir allen Ernstes erklärt hat, er würde problemlos in Pripjat urlauben, und dort auch bedenkenlos aus dem Brunnen trinken. Solche lächerliche Schwätzer reißen nur online die Pappm auf, im echten leben würden sie sich eher erschießen als sich auch auch nur auf hundert Kilometer dieser Gegend zu nähern. Das sind einfach Leute die Scheiße reden um des scheiße Redens Willens. Labern den Schwachsinn der Atomlobby Wort für Wort nach, unterstellen aber anderen, sie würden genau das bei ihrem gerade aktuellen Feindbild machen. So wie das halt alle Aluhüte machen.

Die Tatsache, daß die Aufbereitung des Materials vom Programm megatons for megawatts für die Stromproduktion Zentrifugen braucht, die mit Strom aus Kohle, Gas oder Öl betrieben werden, weil wenn das mit Atomstrom gemacht würde, bliebe von dessen Produktion kaum was über, wird ja auch fröhlich ignoriert. Da geht nämlich der Vorwurf der Unwissenden auch ins Leere, wo hat jemals wer gesagt, daß nur Atommüll aus Kraftwerken ein Verbrechen an der ganzen Menschheit ist? Nirgends! Das ändert übrhauptnix an der Tatsache, daß man das Zeug als eine-Million-Jahre-Sondermüll der für immer hohe Kosten verursachen wird produziert, ohne irgendein Konzept, wo damit wirklich passieren soll. Das word einfach als notwendiges Übel hingestellt, um das sich irgendwann schon irgendwer kümmern wird, oder für die künftige Generationen eine magische Technologie zur Entsorgung erfinden werden. Das ist einfach völlig irre und ein Verbrechen, anders lässt sich das einfach nicht beschreiben. Und grün ist die Technologie auch nicht, das ist wieder so eine Lüge der Lobby, sondern es ist nur die Verschleierung von Emissionen aus Kohle und Öl zur Vergesellschaftung der Kosten der Entsorgung militärischen Sondermülls.

Natürlich braucht es für Städte und Industrie große Anlagen, aber bei uns werden die hauptsächlich mit Wasserkraft versorgt, es wird immer so getan, als würden die bei einer Energiewende einfach verschwinden. In Japan und Deutschland haben sie nach der Totalabschaltung der Atomkraftwerke auch keine einzige Sekunde der vorher herbeiphantasierten Stromausfälle gegeben, das war alles Panikmache der Atomkonzerne. Alles andere kann man mit Wasserstoff mindestens so gut betreiben wie mit Benzin oder Gas, sogar den Diesel könnte man weitgehend auf industrielle und landwirtschaftliche Anwendungen beschränken, und mit Biomasse erzeugen, ohne daß jemals irgendwer verhungert, weil wer anderer Traktor fährt. Du fängst aber wieder mit deinem ewigen Mantra vom Energiesparen an, das ist bei meinem Konzept überhaupnicht nötig, im Gegenteil. Die Behauptung man könnt mit Sonne Wind und Wellen nicht genug Strom erzeugen ist völliger bullshit. Alleine mit Wind könnte man das Zehnfache von dem erzeugen was jetzt insgesamt produziert wird, bei Solarstrom ist das Potential so hoch, daß man es nicht einmal seriös schätzen kann. Auf die Problematik der giftigen Abfälle bin ich auch eingegangen, wenn man es denn gelesen hätte, beim Thema Batterien, und wieso es dafür Alternativen braucht. Das macht atomare Abfälle nicht weniger gefährlich, auf andere zeigen und "haltet den Dieb!" schreien ist peinlich. Atomstrom ist tot, und entweder man will das aus Prinzip nicht begreifen, oder man ist wirklich so verblendet oder gehirngewaschen das nicht zu verstehen.

ahoy
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« Last Edit: 2016, 01, 29; 22:55:09 by hellboy »
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Die bullshitpostings sind ins off topic gewandert, und der Urheber wurde einmal für ein Zeiterl gesperrt, für einfach nur deppert sein. Mir ist meine Zeit zu schade für solche trottel. Ich brauch das hier nicht, daß Aluhüte mit ihren völlig verblödeten Aussagen und ihrer Soziopathie den Eindruck erwecken, als wäre hier das Jebsen Forum. Es reicht, wenn die facebookseiten der pöpö voll mit chemtrails und 9/11 Schwachsinn sind, und das Ansehen der Piraten damit in den Dreck ziehen. Hier werde ich das nicht zulassen. Weder linksideologen noch rechte noch esotrottel haben bei den Piraten was verloren. Deshalb fliegt aus dem Arbeitsbereich einfach jeder raus, der solchen Müll absondert, und auf die faktische Widerlegung seiner trotteleien nur mit noch mehr Schwachsinn reagiert.

Wer gerne im Dreck wühlt, kann sich hier bedienen: http://partypiratesat.createaforum.com/general-discussion/re-atomkraft/

Esoland ist abgebrannt.

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« Last Edit: 2016, 01, 30; 02:36:53 by hellboy »
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Ich plädiere auf 5300 Watt pro Person in Österreich, insgesamt ca. 40 GW. Das ist nicht nur der Stromverbrauch, sondern der gesamte Energieverbrauch, inklusive z.B. mein Anteil von VÖST und Semperit, die das Material für meine Stiefel mit Stahlkappen herbeischmelzen und herbeivulkanisieren, sowie das Benzin für meine Taxifahrten in die Discothek. Die Auflistung des Prokopf-Energieverbrauchs liefert El Sole Founder Jimbo:

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_energy_consumption_per_capita

Photovoltaik ist Gaia-Energie

Photovoltaik ist Gaia-Energie und für Eigenheime durchaus vertretbar. Spart Geld und im Falle eines zivilisatorischen Kollaps kann man ohne E-Werk weiter mit dem Computer spielen. Allerdings verbraucht ein Haushalt im Schnitt nicht einmal ein Kilowatt, weil die Waschmaschine nicht immer läuft.

Der österreichische Prokopf-Energieverbrauch beträgt allerdings über 5 Kilowatt. Ein Pendler, der jeden Tag 100 km mit dem Auto fährt, verbraucht 200MJ, das sind 2*10**8 / 10**5 = 2*10**3 = 2 Kilowatt, umgelegt auf ununterbrochen, rund um die Uhr. (Während der Stunde, die das Auto fährt, verbraucht der Pendler 48 Kilowatt.)

Rein arithmetisch ist Österreich groß genug, um für 8 Millionen Einwohner 40 GW Strom mit Photovoltaik zu erzeugen, denn dafür bräuchte man  400 Millionen Quadratmeter, das sind nur 400 Quadratkilometer, von denen Österreich 80,000 hat. Allerdings erhöht sich der Platzbedarf auf das Dreifache, wenn man sich erinnert, dass Photovoltaik einen Wirkungsgrad von bloß 30% hat, sobald man aus Licht andere Energie macht. Die Ausbeute von ca. 100 Watt pro Quadratmeter (umgelegt auf alle Jahres- und Tageszeiten) gibt es nur, wenn man die Energie als Licht braucht, z.B. als Heizung oder Beleuchtung im Freien.
1200 Quadratkilometer überzogen mit Photovoltaik sind allerdings eine etwas monströse Vorstellung, besonders, wenn man sich vor Augen hält, dass das wirklich nur die Fläche für die Silizium-Bausteine wäre. Zwischen größeren Sonnenkollektoren müssten wir Österreicher Wandelgänge und Zäune einrichten, was die Fläche vielleicht nochmal verdoppeln würde.

Wer schenkt uns 1200 qm Land in Österreich? Der Neusiedler See hat nur 300 Quadratkilometer.

Sogar, wenn man unterstellt, dass sich der helly auf seinem Grundstück seine 5 Kilowatt persönlich mit PV erzeugt, bräuchte er dafür 500 qm Hausdächer oder Garten. Das bleibt dem helly unbenommen, aber ich in der Stadt kann mir leider nirgends 500 qm Sonnensegel installieren.

Windenergie ist Gaia-Energie

Was ist mit Windenergie? Hier sind ein paar Zahlen zu Selbstversorgern in der buckligen Welt.

Quote from: 'welt.de'
Nach seiner Schätzung wurden im vergangenen Jahr rund 2000 Mini-Turbinen mit einer Gesamtleistung von etwa vier Megawatt installiert. Hinzu kämen etwa 300 weitere Anlagen bei Firmen und landwirtschaftlichen Betrieben mit Leistungen zwischen fünf und 50 Kilowatt. Die Gesamtinvestitionssumme in 2013 schätzt Jüttemann auf rund 35 Millionen Euro.

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article135327355/Der-teure-Traum-von-der-Energie-Selbstversorgung.html

35 Millionen für 4 Megawatt Spitze? Das sind fast 10 Euro pro Watt, allerdings ist es in Wirklichkeit viel mehr pro Watt, weil der Wind nicht immer im Spitzentempo weht. Zum Vergleich: das E-Werk im Dreischluchtendamm kostete 28 Milliarden für 21 Gigawatt, allerdings kann dieses Kraftwerk diese Leistung im Gegensatz zu Windrädern ununterbrochen liefern. Nur ein Euro pro Watt! Zentralisierung rechnet sich!

Wie viel Windrad bräuchte helly für seine 5 Kilowatt? Das sind vermutlich ca. 50 Kilowatt Spitze, und so ein Windrad sieht so aus:

http://www.windkraft-anlagen.com/windanlage50kw.html

Dort steht passenderweise dabei, dass die Anlage 240,000 kWh pro Jahr liefert, allerdings steht nicht dabei, dass dazu ununterbrochen der Wind mit 8m/s wehen müsste. Es passt insofern zum Energieverbrauch zum helly, als dass er ca. 40,000 kWh pro Jahr verbraucht und der Wind nur ein Sechstel der Zeit mit 8m/s weht.

Helly, würdest du so ein Riesenwindrad bei dir zu Hause im Garten aufstellen? Kostet laut Landwirtschaftskammer nur 291500 Euro! 6 Euro pro Watt! Dafür erzeugt dir das Ding alle Energie, die du persönlich brauchst, inklusive Benzin für dein Auto, Wärme für Düngemittel und Strom für Elektroloks, die dir die Milch bringen. Ich habe leider keinen Garten, und für den Balkon ist so ein Windrad zur Herstellung meiner persönlichen 5 kW zu unförmig. Außerdem will ich nicht 291500 Euro Kapital binden, auch wenn ich dann Rabatte auf meine Schuhe mit Stahlkappen sowie Taxifahrten bekäme.

http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/technik/energie/windkraft/kleinwindanlagen.htm

Allerdings ist etwas unheimlich, wie riesig so ein Windrad ist im Vergleich zur Ausbeute von 50kW. Alleine die Erzeugung des Beton für den Turm verbraucht ca. 50 Kubikmeter Zement, also mindestens 100 Tonnen. Das sind 10,000 kWh, d.h. alleine um für seinen eigenen Zement die Energie zu erzeugen müsste dieses Windrad ein Quartal lang laufen, denn pro Tonne Zement braucht man 100 kWh.

https://www.vdz-online.de/themen/energieverbrauch-zementindustrie/

Sagte ich schon, dass wir in Österreich 8 Millionen solche Windräder brauchen, um Österreichs Energiebedarf damit zu decken? Wo stellen wir diese Windräder hin?

Ein 50kW Wasserkraftwerk sieht übrigens so aus, wie auf folgendem Katalogeintrag, nur dass es ununterbrochen 50kW liefert, nicht nur, wenn Wetter zum Drachensteigen ist:

http://german.alibaba.com/product-gs/royway-high-quality-factory-directly-provide-for-hydropower-station-50kw-francis-turbine-generator-set-60011791563.html

Kostet nur 20,000 Euro! Passt in ein Mercedes Kombitaxi!

40 GW für alle Energie, die alle Österreicher für alles brauchen, wären für Atomenergie ein Klacks. Pro Bundesland bräuchte man vier bis acht mal Zwentendorf. Ab der Errichtung und Inbetriebnahme braucht Österreich keine Pipelines und keine Öltanker mehr, und Wasserkraft aus Hainburg auch nicht. Schade, dass die Energiekonzerne samt und sonders korrupte Verbrecher sind, die für Profit gerne pfuschen, vertuschen und betrügen. Solchen Windbeuteln darf man Atomenergie natürlich nicht anvertrauen.

Ich bezweilfe übrigens, dass mehrere hundert Quadratkilometer Sonnenkollektoren und/oder Millionen von riesigen Windrädern KEINEN Einfluss auf Umwelt und Klima haben.

Atommüll

Dass man Atommüll Millionen Jahre versenken muss, stimmt nicht. Ja, manche Atomsorten strahlen für Jahrmillionen. Ja, manche Atomsorten strahlen so heftig, dass man im Beisein nicht mehr lange lebt. Allerdings sind die beiden Atomsorten niemals die selben, weil die Radioaktivität bei den Langstrahlern ungefährlich ist und umgekehrt die Radioaktivität der gefährlichen Strahler nach wenigen hundert Jahren vorbei ist. Die Radioaktivität rinnt gewissermaßen aus dem Atom aus und ist nur in großen Mengen auf einmal gefährlich. Eine gefährliche Atomsorte strahlt seine Radioaktivität so schnell ab, dass es damit bald vorbei ist.

Atommüll fällt nicht besonders viel an und kann durch Transmutation in anderen, weniger gefährlichen, Atommüll umgewandelt werden. Einige radioaktive Isotope sind sehr nützlich für medizinische Bestrahlung. Ohne Plutonium-238 aus Atomkraftwerken gäbe es keine interplanetare Raumfahrt zu den äußeren Planeten, weil es dort zu wenig Solarenergie gibt.

Atommüll, besonders die heftigen Strahler, machen im Vergleich zu herkömmlichen Giften fantastische Probleme, wenn man sie so bequem und billig lagern will wie z.B. Zyankali- oder Quecksilberjauche aus Bergbau und Industrie. Die heftigen Strahler kann man - wie Zyankali oder Säuren - in Nirostafässer füllen und einfach irgendwo vergessen -- so die erste Auffassung von der Endlagerung. Was die Atombosse zunächst vergaßen: Im Gegensatz zu Gift und Säuren transmutieren heftige Strahler das Material ihrer Behälter und machen z.B. aus Stahl Plastilin oder Porridge, welches zur Korrosion und Lecks neigt.

Atommüll erfordert BESONDERE Entsorgung, aber es geht um nur wenige Kubikmeter pro Jahr. Atommüll in Yucca Mountain WÜRDE funktionieren, weil dort kaum wer wohnt und der Atommüll tief unter der Erde versteckt worden wäre, wo kein Grundwasser hinkommt.

Die Energiebilanz bei Atomenergie ist so fantastisch, dass man sogar ohne viel Verlust extreme Verdünnung von Atommüll spendieren könnte, d.h. gleichmäßige Verteilung über riesige Gebiete in der toten Zone des Meeres. Atommüll ließe sich auch feinverteilt in Glas einschmelzen und bei mir im Wohnzimmer lagern. Die paar Alphapartikel und Gamma-Strahlen würden im Vergleich zur natürlichen Hintergrundradioaktivität kaum ins Gewicht fallen, und vergiften könnte sich auch keiner, weil die Atommüllatome nicht aus dem Glas heraus können.

Diese Vorzüge des Atommülls stehen im deutlichen Gegensatz zu Kohlekraftwerken, die riesige Mengen an Schwermetallen an die Luft abgeben, die so giftig sind wie Plutionium, sich ebenfalls in den Knochen ablagern, von denen es sich aber nicht auszahlen würde, sie in Glas einzuschmelzen oder im Meer zu verteilen, weil die Energiebilanz bei Kohlekraftwerken vergleichsweise null ist (aber immer noch besser als bei Gaia-Energie). Die Schwermetalle in der Kohle sind nicht radioaktiv, fallen aber in so gigantischen Mengen an, dass Yucca Moutain nach einem Jahr voll wäre mit dem Dreck. Dieser Dreck wird daher einfach in der Umwelt endgelagert.

Ist Atomenergie zu teuer wegen der versteckten Kosten?

Die Energieausbeute ist bei Atomkraft so märchenhaft hoch, dass sie sogar durch extreme Sicherheitsvorkehrungen kaum zu verwässern ist. Heute muss man für Dampfreaktoren aus Uranerz natürliches Uran gewinnen, das jedoch zu 99% aus dem falschen Isotop, nämlich Uran-238 besteht, das von Uran-235 kaum zu unterscheiden und daher schwer zu trennen ist. Aus diesem Grund braucht man Zentrifugen, die Uran-Verbindungen durch ganz zart verschiedene Massen zu trennen. Die Kosten für Energie und Geräte sind enorm und müssten nicht sein, weil es andere Formen der Atomenergie gibt, aber weil Uran-235 auch für Atombomben dringend gebraucht wird, machen sich viele Länder diese Mühe gerne. Die Energiebilanz für diese Verschwendung ist trotzdem positiv, weil die märchenhafte Ausbeute der Atomenergie praktisch nicht umzubringen ist. Atommüll könnte man im Taxi rund um den Erdball transportieren und die Kosten wären immer noch unter denen aller anderen Energieformen.

Gaia-Energie statt fossiler Energie oder Atom-Energie? Energie-Wende?

Klar. Man kann auch reich werden indem man Blechdosen auf der Straße einsammelt und als Schrott verkauft. Einfach sehr viele sammeln, z.B. ein paar Milliarden.
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