Author Topic: Atomkraft  (Read 1712 times)

hellboy

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Re: Atomkraft
« on: 2014, 05, 17; 14:29:41 »
Atomkraftwerke bleiben trotz bekannter Konstruktionsfehler am Netz

Quelle: http://borken-live.de/media/pdf/AKW-Sicherheit.pdf

Quote
O-Ton: Prof. Wolfgang Kromp, Universität Wien „Wir erheben diese Bedenken schon seit vielen Jahren und nicht nur ich jetzt, auch die Regierung. Man hat sich dran gewöhnt, dass wir das sagen. Man ist in einem gewissen Sinn prügelfaul geworden.“

Als sich die Laufzeitverlängerung in Deutschland ab zeichnet, werden die Österreicher nervös. Eine neue Studie wird in Auftrag geben, die FAKT vorliegt – darin wird im vergangenen Oktober die Sicherheit der Reaktoren erneut in Frage gestellt.

O-Ton: Prof. Wolfgang Kromp, Universität Wien „Man hat in den Druckbehältern eine Schweißnaht eingebaut, die zu einem Ermüdungsbruch führen kann im Lauf der Zeit und dann eigentlich hat man einen Reaktor, der auf einer Bombe sitzt.“

Denn an der Schweißnaht können kleinste Risse entstehen, die zum Bruch führen können. Diese Risse können sich innerhalb kürzester Zeit gefährlich ausweiten. Das Kühlwasser kann dann entweichen, die Temperatur im Reaktor steigt unkontrolliert. Eine Kernschmelze könnte die Folge sein. Die Studie kommt zudem noch zu dem Ergebnis, dass eine Nachrüstung der deutschen Siedewasserreaktoren technisch ausgeschlossen ist.

Zitat:
„Die schwerwiegenden Konstruktionsmängel können durch Nachrüstungsmaßnahmen nicht ausgeglichen werden.“

Den Experten in Österreich sind diese Probleme schon seit Jahren bekannt und führten beim AKW Zwentendorf sogar zu einem Volksentscheid. Das Ergebnis: Das Kraftwerg ging nie ans Netz, dient heute als Museum. In Deutschland hingegen werden in den Folgejahren gleich sechs Reaktoren dieses Typs gebaut, vier davon betrifft die Laufzeitverlängerung der schwarz-gelben Regierung. Bedenklich.

O-Ton: Prof. Wolfgang Kromp, Universität Wien
„Das ist sozusagen ein Geburtsfehler, der eingebaut wurde mit der Konstruktion.“

Die Studie aus Österreich wird von der Bundesregierung monatelang ignoriert. Erst am 15. Februar kommt es zu einer vertraulichen Beratung im Bundesumweltministerium an der auch Autoren der Studie teilnehmen. Doch die Runde vertagt sich ergebnislos. Nicht das erste Mal, dass wichtige Entscheidungen verschoben werden. Als die Bundesregierung die Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke beschließt, macht sie das offenbar ohne wissenschaftliche Absicherung, kritisiert der deutsche Atomexperte Henrik Paulitz.

O-Ton: Henrik Paulitz, IPPNW
„Die Bundeskanzlerin hat im September vergangenen Jahres gegen viele Widerstände die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke durchgeboxt. Zugleich schreiben die Aufsichtsbeamten in der eigenen Bundesregierung ein Papier aus dem hervorgeht, dass überhaupt nicht klar ist, ob die Anlagen diese langen Laufzeiten noch ertragen können. Ob die Alterungsprozesse, die Versprödungsprozesse, die Gefahren der zunehmen Rissbildung überhaupt tragbar sind.“

Hier das Papier aus dem Umweltministerium. Eindeutig heißt es darin: „Im Hinblick auf physikalische Alterungsvorgänge ist zu zeigen, dass die relevanten Komponenten und Systeme für die noch verbleibende Betriebszeit ausgelegt sind.“

Im Klartext: Die Bundesregierung beschließt damals also, dass sie Atomkraftwerke am Netz lässt, von denen noch nicht einmal klar ist, ob sie das überhaupt technisch verkraften. Zu den Problemmeilern heißt es in den letzten Tagen nur: Hierzulande gebe es keine Tsunamis und auch keine so schweren Erdbeben wie in Japan. Aber kein Wort zu gefährlichen Schweißnähten und Jahrzehnte alten Druckbehältern.

merkel wusste also, daß die reaktoren jederzeit explodieren können, aber als lobbyistin der atomenergiekonzerne hat sie die gefahren vertuscht. die raute macht´s möglich.

ahoy
hellboy
« Last Edit: 2015, 11, 11; 16:20:49 by hellboy »
Darwin was wrong.                   i'd rather be morally right
Man is still an ape.                   than politically correct!