Author Topic: Atomkraft  (Read 1712 times)

hellboy

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Re: Atomkraft
« on: 2015, 03, 17; 20:50:48 »
Quote from: Tagesschau
Folgen von Tschernobyl
Wildschweine noch immer verstrahlt

Fast 30 Jahre liegt die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nun zurück. Die Folgen sind bis heute messbar - auch im Fleisch von bayerischen Wildschweinen. Die zulässigen Grenzwerte sind teils um mehr als das Zehnfache überschritten. Die Grünen fordern nun schärfere Kontrollen.


Knapp 30 Jahre nach dem Atomunglück von Tschernobyl sind immer noch viele Wildschweine in Bayern radioaktiv belastet. Der zulässige Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm wird teilweise um mehr als das Zehnfache überschritten. Das geht aus der Antwort des bayerischen Umweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Im Landkreis Augsburg überschritt im Jahr 2013 sogar mehr als die Hälfte der 612 genommenen Proben den Grenzwert. In den zwölf Landkreisen, die 1986 am stärksten von der Tschernobyl-Wolke getroffen worden waren, lagen 2013 insgesamt rund 1330 Proben über dem Grenzwert.

Teilweise liegen die Werte weit über der erlaubten Grenze, wie aus den Daten der amtlichen Lebensmittelüberwachung hervorgeht. So wurde im bayerischen Cham 2013 bei einem erlegten Tier 9840 Becquerel pro Kilogramm gemessen, in Regen bei einem Schwein 9836 Becquerel.

Wildbret mit einer Belastung über dem Grenzwert darf nicht in den Handel gelangen, die Jäger können dafür beim Bundesverwaltungsamt einen Schadenausgleich beantragen.

Die bayerischen Grünen werfen dem Umweltministerium vor, sich für die Problematik nur begrenzt zu interessieren. Dabei habe es allein aus Bayern mehr als 3300 Anträge auf Schadenausgleich gegeben, gibt der Grünen-Abgeordnete Markus Ganserer zu Bedenken.

Kein belastetes Fleisch im Handel

Bisher wurde allerdings kein radioaktiv belastetes Fleisch im Handel oder in Gaststätten gefunden. Keine Auskunft kam aus dem bayerischen Umweltministerium zu der Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass das Fleisch nicht getesteter Tiere radioaktiv belastet sein könnte. "Statistische Aussagen sind dazu nicht möglich", heißt es in einem Schreiben der Behörde.

Grünen-Politiker Ganserer kritisierte, dass auch in stark belasteten Regionen nur ein Teil der erlegten Tiere getestet wird. Das Ministerium dagegen verweist in seiner Antwort auch darauf, dass Wildschweinfleisch ein Lebensmittel "von geringer Bedeutung" sei. Die durchschnittliche Verzehrmenge pro Kopf liege bei 600 Gramm pro Jahr.

http://www.tagesschau.de/inland/radioaktive-wildschweine-bayern-101.html

Dazu sollte man wissen, daß Wildschweine besonders gern unterirdisch wachsende Pilze wie Mäandertrüffel fressen, in denen sich vor allem radioaktives Cäsium in gesundheitsgefährdenden Mengen einlagert. Das Problem gibt es auch im Waldviertel. Dazu hatten die Piraten in Niederösterreich auf meine Initiative schon 2011 was im Programm. Leider existieren mittlerweile landesorganisation und Programm nicht mehr.

ahoy
hellboy
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