Author Topic: Atomkraft  (Read 1716 times)

pet

  • Sr. Member
  • ****
  • Posts: 393
    • View Profile
Quote from: Moderation
Anmerkung Moderation: ab hier wurde ein Thread vom Thema Smartmeter hierher abgetrennt, weil es nichtmehr um Smartmeter, sondern um Kernenergie geht.

Von hier: http://partypiratesat.createaforum.com/tfprivatsphare/smartmeter-keine-info-uber-opt-out-bei-zahlertausch-benachrichtigung/msg3857/#msg3857


Hm, sehr effizient kommt mir die Methode mit der Energiespeicherung in Gewichten nicht vor.
Ein 100m x 100m x 100m großer Würfel hat 1 Mio m3 Volumen und wirkt in Stein ca. 3 Mrd kg.
Wenn man ihn 50m hoch hebt, z.B. hydraulisch, dann hat der Würfel eine potentielle Energie
von 1.5 Terajoule. Das klingt zwar viel, aber 3.6 Mio Joule sind bloß eine kWh.

(3 * 10**9 * 9.81 * 50 = 15 * 10*11)

Daher sind 1.5 Terajoule 417000 Kilowattstunden, bzw. 417 Megawattstunden.
Beim Hin- und herumwandeln geht allerdings mindestens die Häflte verloren, bleiben
nur 200 Megawattstunden übrig. Das reicht für eine Stunde Stromspitze mit
je 2 Kilowatt für 100,000 Bewohner, wenn darunter keine Overclocker sind.

Das sind zwar schöne Zahlen, aber einen 100m x 100m x 100m großen Würfel
50m zu heben ist kein gewöhnliches Ingenieursproblem. Das Material wäre ca.
so umfangreich wie bei der Cheopspyramide und müsste doppel so hoch
gestemmt werden wie ein durchschnittliches Wiener Wohnhaus. Der Würfel
wäre größer als ein durchschnittlicher Wiener Häuserblock (50-70m * 50-70m).
Kolossal!

Wieviel Benzin ist 1.5 Terajoule? Ein Liter Benzin = ca. 1 Kilo = ca. 30 Megajoule,
ergo 50,000 Liter. Das ist ein viel kleinerer Würfel als der Megakubikmeter Felsen,
nicht einmal 4m * 4m * 4m. Der Wirkungsgrad wäre vermutlich nicht sehr hoch,
aber dafür wäre die Energie beliebig transportierbar und würde nicht die Landschaft
verunstalten.
 
Bei der mechanischen Energiespeicherung ließe sich viel Energie sparen,
wenn man zunächst auf die Stromumwandlung verzichtet. Wenn sich ein
Windrad dreht, dann ist das bereits mechanische Energie. Man kann mit
dem Schwung direkt die Pumpen für die Hydraulik antreiben und erst bei der
Energie-Entnahme Strom erzeugen. Das erhöht zwar den Wirkungsgrad, aber
die Architekten für die aufgebockte Cheopspyramide müssten trotzdem
ziemlich schwitzen, um so was zu realisieren.

Auch dichteres Material würde nicht viel helfen, weil die Masse gleich bliebe.
Dichtes Material ist viel teurer als Felsen oder Beton. Am billigsten wäre
vermutlich abgereichertes Uran, welches so dicht ist wie Gold, aber überall
am Weltmarkt gegen Entrümpelung mit Selbstabholung zu haben. Ich
bezweilfe aber, dass es in der erforderlichen Quantität verfügbar ist.
Ich würde auch nicht in der Nähe einer Cheopspyramide aus abgereicherten
Uran wohnen wollen.

Ich finde diese Rechnereien mit Wirkungsgraden und Mini-Joules
für eine Technik-Zivilisation entwürdigend. Atomkraft würde uns aller
Sorgen entheben. Wir könnten richtig schön urassen ohne schlechtes
Gewissen wegen Carbon-Plattfuß, z.B. beheizbare Gehwege, damit keiner
mehr Schnee schaufeln muss. Aber dafür ist unsere Gesellschaft zu korrupt
und zu deppert, wie man sieht.

« Last Edit: 2016, 02, 03; 12:42:21 by hellboy »