Author Topic: what #GamerGate is all about  (Read 254 times)

lolw00t

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hellboy

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Re: what #GamerGate is all about
« Reply #1 on: 2014, 11, 01; 21:01:17 »
Quote from: nerdcore
Anita Sarkeesian & Gamergate @ Colbert Report

Ich habe in den letzten Wochen ungefähr dreitausend Gigabyte Text über GamerGate gelesen, vor allem Stimmen und Artikel aus dem Pro-Lager. Das war kein Spaß und ich habe keine Ahnung, ob’s mir wirklich etwas gebracht hat, aber immerhin sehe ich das Thema mittlerweile etwas differenzierter, und während es durchaus ein oder zwei Punkte gibt, die ich an GG nachvollziehen kann, sieht das insgesamt sehr (sehr!) scheiße aus für Verteidiger von Gamergate. Ich arbeite grade an einem viel zu langen Artikel dazu, weiß aber nicht, ob ich damit jemals fertig werde. Eher nicht.

Im Reason-Mag gibt es zwei sehr ausführliche Texte mit tausend Hintergründen zum Thema, die viele durchaus nachvollziehbare Punkte der GGs thematisieren: GamerGate: Part I: Sex, Lies, and Gender Games und GamerGate, Part 2: Videogames Meet Feminism. Frau Cathy Young leitet in den beiden Postings einen anti-autoritären Konsumenten-Aufstand gegen den Einfluss von Third Wave Feminism ab. Ich kann diesen Punkt halbwegs nachvollziehen und wenn man sich ein paar der Postings von Anti-Gamergators durchliest, dann sind viele davon keine Argumentationen, sondern Aneinanderreihungen von pauschalisierten Anschuldigungen mit stellenweise extremistischen Formulierungen. GGers sind in der Breite selbstverständlich weder Terroristen noch Kriminelle noch frauenfeindlich. GGers sind in der Breite schlichtweg konservativ, inklusive einer extremen Minderheit, so zumindest meine eigene Beobachtung auf /r/KotakuInAction.

weiter

Die beiden Links zu reason sind eine hervorragende Analyse der Geschichte. Sarkeesian diffamiert alle gamer als Frauenhasser, und jammert dann, weil sie von denen die sie beschimpft hat zurückbeschimpft wird. Daß sich dabei ein paar einer äußerst rüden Diktion befleißigen, und natürlich wieder ein paar rechte Trittbrettfahrer dabei sind, wird als Vehikel verwendet eine radikalfeministische Zensur von künstlerischen Inhalten zu fordern. Kein Wunder, sind doch die radikalfeminist_/*innen auch nur Trittbrettfahrer der Bewegung für Gleichberechtigung, für die solche populistischen Kniffe ihr gewohntes und einziges Rüstzeug in der politischen Auseinandersetzung sind.

Was Sarkeesian und ihre Komplizen da versuchen ist nichts anderes als die digitale Version von Bücherverbrennungen. Der spontane Volkszorn der linksverwirrten genderkrieger/_*innen soll mal wieder auf die bösen Nerds gerichtet werden, und wer sich dagegen wehrt ist sowieso ein nazi. Wer mit einem derart beschränkten Horizont ausgestattet ist, kann sich halt nur mit Aggression und Lügen in die öffentliche Diskussion drängen.

ahoy
hellboy
« Last Edit: 2014, 11, 02; 19:06:37 by hellboy »
Darwin was wrong.                   i'd rather be morally right
Man is still an ape.                   than politically correct!