Author Topic: Der Glaube ist der Teufel  (Read 578 times)

hellboy

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Der Glaube ist der Teufel
« on: 2014, 08, 05; 17:59:16 »
Beten für Frieden ist wie Schnackseln für Jungfräulichkeit

Terror beginnt in Kirchen, Moscheen und Tempeln. Religionen haben der Menschheit nur Leid, Not, Krieg und Terror gebracht. Es kann deshalb nichts Perverseres geben als für Frieden zu beten.


Fundamentalismus und radikaler Glaube sind kein Vorrecht des Islam. Wer sich das hier ansieht, wird Schauriges entdecken: Das nicht nur in den USA an Zulauf gewinnende martialische Christentum ist Thema des oscarnominierten Dokumentarfilms von Rachel Grady und Heidi Ewing.

Quote
Jesus Camp

Die drei amerikanischen Kinder Levy, Rachael und Tory nehmen im Sommercamp “Kids on Fire” in North Dakota teil. Dort werden sie auf den Glauben an Gott, Präsident Bush und die alleinige Wahrheit gedrillt. Pastorin Becky Fischer organisiert das Lager, in dem 5- bis 12-jährige Teilnehmer von Erweckungspredigern der evangelikalen Bewegung mit suggestiven Methoden zur “Armee Gottes” ausgebildet werden. Denn Fischer sieht in ihnen die Anführer einer politisch-religiösen Erneuerung der Vereinigten Staaten.


MARIA WIESNER schreibt dazu in der FAZ:

Quote
Wer an Gott glaubt, glaubt auch an Aschenputtel

Kinder können sehr gut zwischen Fakten und Fiktionen unterschieden, wenn sie eine Geschichte hören. Aber nur, wenn sie nicht religiös erzogen werden, wie eine neue Studie herausfand.

Kinder lernen viel über Erzählungen. Aber können sie auseinanderhalten, ob Aschenputtel oder Tom Sawyer fiktive oder reale Personen sind? Durchaus. Aber nur, wenn ihre Eltern sie nicht religiös erziehen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Cognitive Science“ erschienen ist.

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Für die Wahrnehmung von Geschichten als real oder fiktional sei egal, ob ein Kind durch Familie oder Schule mit religiösen Ideen in Kontakt komme, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Und sie unterstreichen den „großen Einfluss, den religiöse Ideen darauf haben, wie Kinder zwischen Realität und Fiktion unterscheiden.“ Dies gelte nicht nur für religiöse Geschichten, sondern auch für die fantastischen. Kinder, die an Gott glauben, könnten also auch Aschenputtel für real halten.

Es stimmt auch nicht, daß es nur die Fanatiker sind, die die eigentlich friedlichen Aussagen von Religionen verdrehen. Das ist die selbe depperte Ausrede wie "Waffen töten keine Menschen, Menschen töten Menschen". Nur werden halt Waffen ausschließlich zum Töten hergestellt, das ist sogar die Definition einer Waffe. Und Religionen sind nicht die Ausrede für Krieg, sie sind der Grund dafür. Auch Sun Tsu hat unrecht, wenn er in "Die Kunst des Krieges", schreibt: "der Krieg ist ein moralischer Wettstreit, der nicht auf Schlachtfeldern, sondern in Kirchen und Tempeln gewonnen wird, schon bevor es zum Kampf kommt." Vielmehr ist der Krieg ein unmoralischer Wettstreit, bei dem die Menschen in Kirchen und Tempeln zu Kriegen aufgehetzt werden, für die es ohne Religion keinerlei Motivation oder Begründung gäbe.

Im Namen diverser Götter wurden schon unzählige Kriege geführt und Menschen abgeschlachtet, Kulturen und ihre Schätze zerstört und Wissen samt seiner Aufzeichnungen vernichtet, weil es den Dogmen einer Religion widersprach. Religionen unterscheiden sich durch nichts von allen anderen Ideologien, die nur ein "wir gegen die" fördern, und anderen die eigenen Moralvorstellungen aufzwingen. Sie sind damit eine der zerstörerischsten Kräfte für den Zusammenhalt von Gesellschaften, sie bremsen den Fortschritt oder wollen ihn gar völlig rückgängig machen, sie wollen uns zurückführen in überholte und gescheiterte Modelle des Zusammenlebens, sie begünstigen und begründen Absolutismus, verdammen Demokratie und sind damit die größte Gefahr für die Zukunft jeder Zivilisation. Solange Religionen Einfluß auf die Politik haben, und Menschen anderen aufgrund der eigenen Religion vorschreiben wollen was sie zu tun oder zu lassen haben, leben wir nicht in der Neuzeit, sondern im hoffentlich bald ausgehenden Mittelalter.

Keine Religion kann uns jemals vor dem Bösen in dieser Welt beschützen, weil Religionen das Böse in dieser Welt sind.

ahoy
hellboy

edit: vom Blog hierher kopiert und mit Kommentaren ergänzt.
« Last Edit: 2016, 09, 18; 13:42:09 by hellboy »
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hellboy

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Re: Der Glaube ist der Teufel
« Reply #1 on: 2014, 08, 05; 18:04:07 »
Quote from: MARIA WIESNER in der FAZ
Wer an Gott glaubt, glaubt auch an Aschenputtel

Kinder können sehr gut zwischen Fakten und Fiktionen unterschieden, wenn sie eine Geschichte hören. Aber nur, wenn sie nicht religiös erzogen werden, wie eine neue Studie herausfand.

Kinder lernen viel über Erzählungen. Aber können sie auseinanderhalten, ob Aschenputtel oder Tom Sawyer fiktive oder reale Personen sind? Durchaus. Aber nur, wenn ihre Eltern sie nicht religiös erziehen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Cognitive Science“ erschienen ist.

Erarbeitet wurde die Studie von den drei Wissenschaftler Kathleen Corriveau (Boston University), Eva Chen (Hong Kong University) und Paul Harris (Harvard University). Für ihr gemeinsames Projekt haben sie 66 Kindern im Alter von fünf und sechs Jahren aus konfessionellen und nicht-konfessionellen Einrichtungen ausgewählt und ihnen Geschichten erzählt. Manche Geschichten entnahmen sie der Bibel, in manchen hatte der Protagonist magische Fähigkeiten, manchmal handelten die Erzählungen schlicht von realen Menschen.

Ein David, drei Geschichten

Eine religiöse Erzählung lautete zum Beispiel so: „Das ist die Geschichte von David. Eines Tages musste er gegen ein riesiges Monster kämpfen, das eine Rüstung trug. David trug keine Rüstung, also betete er und fragte Gott um Hilfe. Als David einen Stein nach dem Monster warf, verlieh Gott dem Stein so große Kraft, dass er das Monster tötete. David gewann den Kampf!“

In der Fantasy-Variante der David-Geschichte fand der Protagonist einen magischen Stein und tötete damit das Monster. Und in der realistischen Version der Geschichte, erzählten die Forscher von einem David, der gegen einen großen Mann mit schwerer Rüstung kämpfen musste. Allein durch Nachdenken und Beobachtung aber kam er dahinter, wo die Schwachstelle in der Rüstung seines Gegners lag und besiegte ihn so.

Sehr unterschiedliche Ergebnisse

Die Kinder sollten danach erklären, ob sie die Protagonisten für reale oder fiktive Personen hielten. Das Ergebnis hätte nicht unterschiedlicher ausfallen können: Wer nicht religiös erzogen wurde, schätzte die fantastischen Geschichten sehr treffsicher als Fiktion ein. Kinder, die auf einen konfessionellen Kindergarten gingen oder deren Eltern mit ihnen regelmäßig Gottesdienste besuchten, ordneten selbst Personen aus religiösen Geschichten als „real“ ein.

Besonders heben die drei Forscher in ihrem Aufsatz hervor, dass in Amerika immerhin 84 Prozent der Familien eine Religionszugehörigkeit angeben und ihre Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine konfessionelle Schule schicken oder mit ihnen regelmäßig Gottesdiensten beiwohnen. Zum Vergleich: In Deutschland gab laut einer Veröffentlichung des Bundesfamilienministeriums zu werteorientierter Erziehung nur jeder Zweite an, dass es für ihn von Bedeutung sei, sein Kind zum Religionsunterricht zu schicken. 52 Prozent der Deutschen unterstützen das Ziel, ihren Kindern den Glauben an Gott zu vermitteln.

Für die Wahrnehmung von Geschichten als real oder fiktional sei egal, ob ein Kind durch Familie oder Schule mit religiösen Ideen in Kontakt kommt, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Und sie unterstreichen den „großen Einfluss, den religiöse Ideen darauf haben, wie Kinder zwischen Realität und Fiktion unterscheiden.“ Dies gelte nicht nur für religiöse Geschichten, sondern auch für die fantastischen. Kinder, die an Gott glauben, könnten also auch Aschenputtel für real halten.

http://m.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/studie-wer-an-gott-glaubt-glaubt-auch-an-aschenputtel-13082492.html

Glauben heißt nix wissen.

ahoy
hellboy
« Last Edit: 2014, 11, 01; 03:14:13 by hellboy »
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Re: Der Glaube ist der Teufel
« Reply #2 on: 2014, 08, 05; 18:09:53 »
Quote
ARD-Film über „Radikale Christen in Deutschland

Die ARD sendet am Montagabend um 22:40 Uhr die Dokumentation „Mission unter falscher Flagge“ über „Radikale Christen in Deutschland“. In der Sendung kommt der Generalsekretär der Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, zu Wort.

Hinter dem Begriff „Evangelikale“ verberge sich ein breites Spektrum verschiedenster Glaubensgemeinden, heißt es in der Sendungsankündigung der ARD. „Während die traditionellen Kirchen Mitglieder verlieren, sind die sogenannten Evangelikalen im Aufwind.“ Gemeinsam sei den geschätzten 1,3 Millionen Christen unter dem Dach der Deutschen Evangelischen Allianz der Glaube an die Unfehlbarkeit der Bibel, an Jesus Christus als Gottes Sohn und manchmal auch an Wunderheilungen.

Vor allem sei die Missionierung von Un- und Andersgläubigen ein zentrales Ziel. Hartmut Steeb wird mit den Worten zitiert: „Christen sollten sich nicht verstecken und in der Gesellschaft wieder stärker präsent sein“. Manch vorgebliche christliche Hilfsorganisation entpuppe sich als „getarnter Missionierungsverein“.

Aussteiger und Sektenbeauftragte berichten
Die ARD kündigt Aussteiger dieser Gemeinden an, die von geistlichem Missbrauch, autoritären Strukturen und Manipulation berichten. Weiter heißt es: „Auch innerhalb der Allianz gibt es verschiedene Strömungen und unterschiedliche Ansichten zu Themen wie Homosexualität oder Abtreibung. An ihren Rändern kämpft die Allianz mit zum Teil fundamentalistischen Gruppierungen.“

Die Journalistinnen Mareike Fuchs und Sinje Stadtlich hätten für die Dokumentation „hinter die Kulissen“ geblickt und „Vertreter und Kritiker, Aussteiger und Sektenbeauftragte, Gläubige und Missionare“ interviewt und die Frage gestellt: „Wo verläuft die Trennlinie zwischen Mission und Manipulation?“ (pro)

„Die Story im Ersten – Mission unter falscher Flagge“, Montag, 4. August, 22:40 Uhr, in der ARD

http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/ard-film-ueber-radikale-christen-in-deutschland-88888/

Nö comment! Einfach ansehen!

ahoy
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Re: Der Glaube ist der Teufel
« Reply #3 on: 2016, 03, 22; 23:36:00 »
Jesus Camp

Die drei amerikanischen Kinder Levy, Rachael und Tory nehmen im Sommercamp “Kids on Fire” in North Dakota teil. Dort werden sie auf den Glauben an Gott, Präsident Bush und die alleinige Wahrheit gedrillt. Pastorin Becky Fischer organisiert das Lager, in dem 5- bis 12-jährige Teilnehmer von Erweckungspredigern der evangelikalen Bewegung mit suggestiven Methoden zur “Armee Gottes” ausgebildet werden. Denn Fisher sieht in ihnen die Anführer einer politisch-religiösen Erneuerung der Vereinigten Staaten.

Wer glaubt, Fundamentalismus und radikaler Glaube sei ein Vorrecht des Islam, wird Schauriges entdecken: Das nicht nur in den USA an Zulauf gewinnende martialische Christentum ist Thema des oscarnominierten Dokumentarfilms von Rachel Grady und Heidi Ewing.

http://www.feature-film.org/23486/jesus-camp/

Religion zum abgewöhnen!

ahoy
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edit: ursprünglich erstes Posting von oben hierher belegt, zwecks Übersichtlichkeit.
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Re: Der Glaube ist der Teufel
« Reply #4 on: 2016, 09, 18; 13:40:51 »
Quote
Im Namen diverser Götter wurden schon unzählige Kriege geführt und Menschen abgeschlachtet, Kulturen und ihre Schätze zerstört und Wissen samt seiner Aufzeichnungen vernichtet, weil es den Dogmen einer Religion widersprach. Religionen unterscheiden sich durch nichts von allen anderen Ideologien, die nur ein "wir gegen die" fördern, und anderen die eigenen Moralvorstellungen aufzwingen. Sie sind damit eine der zerstörerischsten Kräfte für den Zusammenhalt von Gesellschaften, sie bremsen den Fortschritt oder wollen ihn gar völlig rückgängig machen, sie wollen uns zurückführen in überholte und gescheiterte Modelle des Zusammenlebens, sie begünstigen und begründen Absolutismus, verdammen Demokratie und sind damit die größte Gefahr für die Zukunft jeder Zivilisation.

Dieser neue Absatz ist dazugekommen.

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