Author Topic: Besseres Schildermalen  (Read 103 times)

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Besseres Schildermalen
« on: 2013, 09, 13; 13:54:18 »

Im Verlauf der Protest-Orga fallen viele Aufgaben an, aber
was gut funktioniert hat bei der FsA war das Schildermalen.
Es ginge aber noch besser, allerdings erfordert das etwas
Redaktion und Besonnenheit. Zunächst einmal würde ich
keine andere Tätigkeit entfalten, bevor es nicht zu folgendem
Konkrete Entwürfe gibt, die allerdings noch nicht perfekt oder
endgültig sein müssen:
- Gegen wen oder was ist die Demo?
- Plakate, Flugis
- verkraftbarer Umfang (eine wertvolle Innovation wäre "kein Truck")

Zum Zeitpunkt des Schildermalens steht folgendes fest:
- welche Slogans in die engere Wahl kommen
- es gab genug Spenden, um die Farben und Pinsel zu kaufen
- es gibt Putzmittel und einen Veranstaltungsraum fürs Kickoff sowie eine Werkstatt

Der Abend fürs Kickoff und dass es was zu hackeln
gibt, geht raus über alle Kanäle, darunter die Kanäle der
NGOs.

Beim Kickoff (Abend) geschieht folgendes:
- Kurze Ansprache
- Versteigerung der Demo-Rechnungen an Spender
- Kurzes Mal-Casting: wer hat Kerning und einen sicheren Strich
  (mit Einschulung)
- Casting für Ansprachen auf der Demo, mit Angabe über mit Video oder ohne
  (Aufklärung über Risken)
- Denkrunde und Diskussion der Slogans
- Verteilung (Verkauf/Spenden) von Plakaten zum Aufhängen in Gaststätten
- Verschenkung an Wildplakatierer
- Adoptierung von Schildern für den Protest -- wer will welches Schild
- Ansprache, Geld zählen


Am nächsten Tag gibt es eine kurze Einschulung
zur Putzvermeidung, dann dürfen die zuvor gecasteten
Talente loslegen mit Malen und Tuckern und Nähen.
Sie kriegen alles von uns, darunter Schablonen.

Dann wird gemeinsam alles aufgeladen und wir wünschen
einander viel Glück für den nächsten Tag, dem Demo-Tag.

So geht es schneller, und es ist halbwegs gewährleistet,
dass da nix rinnt, nix patzt und nix tropft. Vor allem ist
die REDAKTION wichtig, und man muss schon vorher fleißig
mobilisieren, um eine befriedigende Auswahl an Schildermalern
zu haben. Nicht nur der Demo-Termin, auch der Link zu
den Entwürfen und Wettbewerben der Gestalter muss über
alle Kanäle aller befreudeten NGOs.

Das Problem: wollen die Teilnehmer Redaktion?
Was ist mit jenen, die lieber nur ihren eigenen Trottelspruch
malen wollen? Kriegen einfach kein Material von uns?
Lohnt sich argumentieren?

Durch halbwegs gekonnte Exekution würde der Protest
besser wirken und könnte helfen, solche Veranstaltungen
vom Schmuddel/Trottel-Image wegzukriegen. Das ist aber
eine reine Vermutung. Das schöne am Maltag war, dass wir
zufrieden voneinander schieden, weil wir uns gemeinsam
so schön verwirklicht hatten. Das dauerte zwar wesentlich
länger und führte zu anderer Verschwendung auch noch,
aber dafür wars ja politisch. Redactrice gegen Selbstverwirklicher,
immer eine lästige Sache.

Ich fürchte, sowas kann man nur ausprobieren.

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