Author Topic: Antje Schrupp reißt Maske von Gesicht von diestandard.at  (Read 997 times)

marenostrum

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Der neueste Artikel von Antje Schrupp zum Thema
"Trolle und Feminismus" ist besonders schlecht gemacht.
Über den Inhalt weiß ich nichts zu sagen, weil er in dem
Gelaber nicht auffindbar ist.

http://diestandard.at/2000005333171/Kleine-Trollologie

Zum Vergleich: ich bin mit folgendem Artikel von Julius Streicher
auch nicht einverstanden:

http://www.humanist.de/kriminalmuseum/st-t3411.htm

Ich muss Julius Streicher aber folgende Punkte geben,
die Antje Schrupp ganz sicher nicht  verdient:
- Julius Streicher bemüht sich um gute Unterhaltung
- Julius Streicher liefert Quellenangaben
- Julius Streicher stellt seine Feinde aufgrund deren eigenen Präsentation ins Zwielicht

Es ist eben eine richtige Hetzschrift.

All das gelingt Antje Schrupp in ihrer Hetzschrift nicht,
weil sie selber nicht so genau weiß worauf sie eigentlich
hinaus will außer wieder mal davon zu erzählen wie sie
am Internet verbal vergewaltigt, verbal gemordet und verbal
ausgegriffen wird. Leider ist diese Hetzschrift aus Mangel an
Sorgfalt und Mühe nicht besonders mitreißend, sondern bloß
Gelaber.

Wie ist so ein geschmackloser Artikel überhaupt möglich
im vorgeblichen Qualitätsmedium "Derdie Standard"? Hatte
dieser Text keine Redaktion?

Die Antwort: Derdie Standard bemüht sich nicht einmal
mehr, weil ersie am Zahnfleisch geht. Er oder sie greift nach
jedem Strohhalm, um billig an Kompositionen zu kommen,
die möglichst jeden Tag kleine ****storms im Forum auslösen,
was Trolle anlockt. Diese Trolle rufen dann viele Seite auf,
um einander auf den Wecker zu gehen oder die grottenschlechte
Autorin anzugreifen. Damit kann man viele Werbebanner zu
je einem Groschen verkaufen. Wenn man absolut keine Arbeit
in solche Artikel investiert, dann lohnt sich dieses Geschäft
ein bisschen.

Dieses zynische Spiel hat im DER Standard noch nicht das
tiefste Niveau erreicht wie bei DIE Standard, aber letztere zeigt
die Zukunft von ersterem: es dauert sicher nicht mehr lange, bis
DER Standard ein ebensolcher Mental-Slum sein wird wie DIE
Standard: irgendwelche Deppen mit irgendwelchen krausen
Ideen werden gratis einem Mob von Menschen mit halbwegs
Geschmack und Verstand vorgeworfen, die dann mit nichts
einverstanden sind, was im Artikel steht und so die Kassen
klingeln lassen.

Das Riesenproblem für den Standard ist natürlich, dass wir,
das entmenschte Internet, keinen Standard brauchen, um uns
über Antje Schrupp aufzuregen. Aus diesem Grund lohnt sich
diederstandard immer weniger, und auch der männliche Standard
erschlafft bereits wie ein Düsenballon, dem die Flatulenz ausgeht.
Auch die Geräuschentwicklung ist ähnlich.

Kurz gesagt: Antje Schrupp ist ein Symptom einer untergehenden
Pressewelt, die an ihrer eigenen Geldgier, Korruption und
Borniertheit zu Grunde geht. Wenn es nach mir ginge, könnte man
denen die Presseförderung streichen und so den Gnadenstoß
versetzen. Vermissen wird dendiestandard keiner, denn die unbezahlte
Stümperei am Internet ist unermesslich.

« Last Edit: 2014, 09, 11; 23:38:59 by marenostrum »

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hellboy

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Noch dazu ist das ein Blog-Artikel, der nichtmal adaptiert, sondern einfach copy-paste übernommen wurde. Deshalb steht da jetzt ein PS und ein PPS drin, in denen die Schrupp erklärt, daß sie diesmal nicht alle Kommentare in ihrem Blog löschen wird, sondern nur die, die ihren schmafu kritisieren und widerlegen. Hat halt mit dem Standard-Forum nix zu tun.

So einen Rotz als Journalismus zu verkaufen, zeugt von einem Medium das kurz vor dem aus steht. Sonst würde man sich hüten, so einem Dreck eine Plattform zu bieten.

ahoy
hellboy
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marenostrum

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Schade, dass du keinen Screenshot gemacht hast. Dieser Beweis, dass den Schmarren sicher keine Redactrice gelesen hat, wäre wirklich eine hübsche visuelle Kirsche obendrauf.


hellboy

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Steht eh noch so dort.
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GOLEMXIV

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Das Corpus Delicti steht nicht mehr im PS. Jetzt ist ein neues PS dort, weil es die Redactrice erst nachher angepasst hat.

A propos balleeted. Dein Post mit "hat mit Journalismus nichts zu tun" ist offenbar verschwunden, geschätzter helly. Auf keiner der vier Kommentarseiten gibt es noch einen helly, wie meine Intrapagesuchmaschine in Rouge signalisiert hat. Kann es sein, dass deine Wortgewalt wieder mal zuviel war für die Redactrice?


hellboy

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Nein, das ps ist eh das. Damit sagt sie ja, daß sie diesmal Kommentare zulässt, was nicht selbstverständlich ist bei ihr. Aber viel interessanter ist ja, was sie selbst in den Kommentaren zu dem Blödsinn in ihrem eigenen Blog schreibt:

Quote
ja, aber “etwas mehr Aufwand” ist leider für mich ko-Kriterium :) _ Zumal man Sachen ja auch in den Spam schieben kann, dann dürften sie ruhig gelöscht werden!

Widerspruch ist spam, und wird gelöscht. Das kennen wir ja auch von den linksfaschistischen zensurspackos der pöpö. Ich hab grad wieder in einem anderen schwachsinnsartikel in der Zeit zu dem Thema den "es gibt verschiedene Wahrheiten"-Schwachsinn gelesen, den wir ebenfalls von den gehirnamputierter pseudopiraten kennen. Wahrheit ist und bleibt das, was faktenbsierte Realität ist. Daß sie mit Realität und Fakten ein Problem hat, führt sie kurz darauf auch aus:

Quote
@a – Belege kann man nur verlangen für Tatsachenbehauptungen, aber nicht für Thesen, und da dies hier ein politisches Blog ist, geht es fast immer um Thesen, um Ideen, um Interpretationen, um Urteile, um Analysen. Sie sind prinzipiell eben Teil eines Diskurses. Man kann dafür Argumente finden (und das tue ich ja immer), aber keine “Belege”. Deshalb ist dieses Bestehen auf “Belegen” eine Argumentationsfigur, die die Autorität der Befragten negiert: Es sagt mir, dass meine Meinung nichts zählt, solange ich sie nicht “beweisen” kann oder sie von “Experten” belegt ist.

Eine angemessene Antwort auf eine politische These, die man nicht teilt, wäre: “Da bin ich anderer Ansicht” oder “Ich glaube, so kann man das nicht sehen” – also eine Antwort, die deutlich macht, dass man es hier mit einer Differenz der Urteile zu tun hat (Seh ich so, seh ich anders) und nicht mit einer Differenz der Fakten. Eine Meinung kann nicht wahr oder falsch sein, man kann sie nur teilen oder nicht.

Die Universalausrede der Dummschwätzer und Fanatiker: "Ich muß nix beweisen, ich bin ein Prophet! Ihr müsst an mich glauben, und wer zweifelt ist ein Ketzer, der nicht nur keine Antwort kriegt, sondern seine Fragen werden gelöscht, und er wird aus der Wohlfühlblase der gehirngewaschenen und gleichgeschalteten ausgeschlossen." Das ist pathologische Verblendung und krankhafter Selbstbetrug, der wieder und wieder den verbohrten Fanatismus dieser weltfremden Männerhasserin unter Beweis stellt.


Derdiestandard hat meinen Kommentar tatsächlich gelöscht. Dabei stand dort nur:

"Normale Männer sind trolle, und Vergewaltigungen sind ihnen egal? DAS ist sexismus."

Wenn ein Medium wie derdiestandard zu Mitteln der Zensur greift, um die absurden Thesen einer verblendeten Pseudojournalistin vor kritischen Betrachtungen zu schützen, weil die Hirngespinste der wütenden Schmierantin sonst zerplatzen wie die Seifenblasen, dann hat es jegliche Existenzberechtigung verloren. Dann ist es nix anderes als ein Kampfplatt einer linksfaschistischen Nomenklatura, das in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz hat.

Der Tanz ist eröffnet. Jetzt wird nach demokratischen STANDARDS gewogen, und ich weiß jetzt schon, welches virtuelle Schmierblattl als zu leicht befunden wird. Sonst ist die Meinungsfreiheit am Arsch.

ahoy
hellboy
« Last Edit: 2014, 09, 13; 17:02:22 by hellboy »
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GOLEMXIV

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Gibts zu deiner Löschung keine Begründung? Du hattest 16 upmods, so erinnere ich mich.

Quote from: antjeschrupp
Belege kann man nur verlangen für Tatsachenbehauptungen, aber nicht für Thesen, und da dies hier ein politisches Blog ist, geht es fast immer um Thesen, um Ideen, um Interpretationen, um Urteile, um Analysen.

Hier ist das kaputte Zahnrad.


hellboy

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Nope, die löschen einfach. In den AGBs steht was von Moderation, was mit der betriebenen Meinungsgleichschaltung nix zu tun hat. Das ist einfach Zensur.

ahoy
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GOLEMXIV

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Nur der Vollständigkeit halber: antjeschrupp linkt zur angeblichen Inspiration zu ihrer Monographie:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/hass-im-netz-ich-bin-der-troll-13139203.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Dieser FAZ-Artikel ist zur Abwechslung mal was Feines, weil sie den richtigen Troll erwischt haben. Der im Artikel porträtierte Uwe Ostertag ist in perfekter Übereinstimmung mit der traditionellen Erklärung in E.D.: "trolling for newbies" (usenet, ca. 1989) heißt: der Gemeinde von Werwölfen einen Knochen in den Zwinger schmeißen, um den sie augenblicklich auf Leben und Tod zu kämpfen beginnen. Der letzte stehende Siegerwerwolf entdeckt, dass der Knochen aus Plastik ist. So steht es geschrieben.

Uwe Ostertags Meldungen sind meistens sehr kurz (wie Tweets), extrem kontroversiell und funktionieren so gut, dass er ständig gesperrt wird. Außerdem müssen wir Uwe für seine Offenheit danken: „Provozieren, das ist wie ein Orgasmus“ und  „Wenn sich jetzt jemand aufregt, dann ist das mein Ejakulat.“ So primitiv und sexuell das auch klingen mag, scheint bei Uwe doch mehr Intellektualität und Konzept durch als z.B. bei c3ro oder vilitrili im Flausch-Rausch: „Indem ich alles überspitze, in alle Richtungen, will ich die Leute aufwecken" und "[e]r spricht von einer „Selbstpersiflage“, da er doch selbst schwerbehindert sei".

Kurz gesagt: der FAZ-Artikel dreht sich zur Abwechslung um einen bona fide-Troll im klassischen Sinn, wenngleich ich nicht sicher bin, ob der Autor von dem Artikel das Internet und den Uwe ganz verstanden hat. Auf keinen Fall verstanden hat das alles antjeschrupp. Für sie ist nicht nur jeder ein Troll, der nicht ihrer Meinung ist, die sie allerdings nicht ausdrücken kann, sondern auch jeder normale Mann, für den eben offenbar immer gilt, dass er sich nicht für antjeschrupps Behauptungen interessiert.

Quote from: antjeschrupp
Der normale Mann
Der normale Mann hat mit all dem gar nichts zu tun, denn "die Vergewaltigung von Frauen ist nicht mein Problem. Ich tu es nicht und rechtfertige es nicht. Das muss genügen."



hellboy

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Die Zeit hat mit meinen kritischen Kommentaren zu einem genauso absurden Artikel offenbar keine Probleme:

Quote
301. Grund für den Zorn ist die ewige Desinformation
Die wütenden Radikalfeministinnen tun immer so, als wären ihre Thesen belegt, dabei ist das Gegenteil der Fall.

Bezüglich der Quote zeigt das Beispiel Norwegen, wo sie vor Jahren eingeführt wurde, daß sie nicht zielführend ist: http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/redemption-tfpostgender/msg2405/#msg2405

Auch beim Gendern der Sprache rufen keineswegs wütende Spinner, sondern Uni-Professoren, Lehrer u. Journalisten zu einer Abkehr von diesem Irrweg auf: http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/uni-professoren-lehrer-u-journalisten-fordern-ruckkehr-z-sprachl-normalitat/

Daß mittlerweile Männer und Frauen andere Ansätze als den blinden Genderismus verfolgen wie zB postgender http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/was-postgender-uberhaupt-ist/ die statt sinnlosen Maßnahmen wie gendern der Sprache und Quoten Gleichstellung für alle fordern, wird ignoriert. "Alles nazis!" zu schreien ist natürlich einfacher, als sich berechtigter Kritik zu stellen. Ernstnehmbar macht man sich damit freilich nicht.

http://www.zeit.de/2014/38/online-kommentare-digitale-oeffentlichkeit?commentstart=297#cid-3912808

Was dort offenbar selbstverständlich ist, nämlich daß Artikel auch kritisch kommentiert werden dürfen, ja sogar sollen, fällt dem dieStandard im Traum nicht ein. Dort wird zensuriert und gleichgeschaltet. Darum muß dieses Organ der Demokratiefeindlichkeit geschlossen werden. Sowas zerstört nur jede freie und pluralistische Gesellschaft.

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Telepolis findet das Geschreibsel in der Zeit auch nicht so prickelnd

Quote
Telepolis zum Hass-Artikel in der "Zeit": Die "Wutmänner" argumentieren, die Feministinnen nicht

Zu denen, die auf den Rundumschlag der Radikalfeministinnen Christina Schildmann und Anna-Katharina Meßmer gegen Kritiker ihrer Ideologie antworten, gesellt sich jetzt auch Stephan Schleim, Assistenzprofessor für Theoretische Psychologie an der Universität Groningen. Schleim entimmt dem "Zeit"-Artikel, dass Schildmann und Meßmer eigentlich jeden, der ihnen widerspricht, gerne in die Klapse stecken würden. Oder, weniger flapsig und zugespitzt formuliert:

Der Artikel wird als Beitrag zur Gender-Debatte beworben. Von einer Debatte erwartet man, dass dort debattiert wird. Im Text wird jedoch nur provoziert, psychologisiert, emotionalisiert und stigmatisiert: So führen die Autorinnen eine ganze Typologie ein, um ihre Diskussionsgegner zu charakterisieren beziehungsweise zu diffamieren. (...) Was vermeintliche Mitglieder dieser Spezies eigentlich behaupten, was für und gegen ihre Gründe spricht, das wird den Leserinnern und Lesern mitnichten erklärt. Stattdessen werden die Standpunkte der anderen emotionalisiert: Die zornigen weißen Journalisten etwa hätten ein Bedürfnis zur Abrechnung, bedienten lustvoll Ressentiments, betrieben Vergangenheitsbewältigung voller Abscheu, sie tobten und polemisierten.

(...) Der Zweck dieser Strategie ist offensichtlich: Mit Wutmännern und weißen Zornjournalisten braucht man sich nicht mehr inhaltlich auseinanderzusetzen, ebenso wenig wie mit Putinverstehern, Trollen, Verfassungsfeinden oder Verschwörungstheoretikern. Dass diese Wutmänner Opfer persönlicher Schicksale sind, das billigen ihnen die Autorinnen Meßmer und Schildmann noch zu; dass es nach Scheidung, Arbeits- und Familienverlust vielleicht gute Gründe für ihre Wut gibt, jedoch nicht. Es sei schlicht das Gefühl ihrer Niederlage, das sie zu politischen Kriegern mache.

Eigentlich fehlt nur noch der Vorschlag, diese Typologie in die gängigen psychiatrischen Diagnosehandbücher aufzunehmen und die so identifizierten Individuen einer Zwangsbehandlung zu unterziehen, vielleicht so wie Gustl Mollath (...) oder viele farbige Bürgerrechtler in den USA, die in den 1960er Jahren auch als Wutmänner charakterisiert wurden und reihenweise Schizophrenien diagnostiziert bekamen - mit den entsprechenden psychiatrischen Konsequenzen (...).

(...) Einer ernsthaften Debatte über Geschlechterrollen, soziale Erwartungen und Zwang, für Männer, Frauen, Xe, erweisen die Autorinnen durch ihre Emotionalisierung, Psychologisierung, Stigmatisierung, ja Diskriminierung einen Bärendienst. Auch Feministinnen darf man kritisieren und nicht jeder, der es tut, ist darum ein Wutmann oder eine Wutfrau, ein zorniger Journalist.



Hier findet man den vollständigen Artikel.

Die rhetorische Strategie, Feminismuskritiker als aufgrund von Lebenskrisen Übergeschnappte zu karikieren, ist im übrigen nicht einmal auf dem Mist von Schildmann und Meßmer selbst gewachsen. Sie findet sich schon bei Michael Kimmel, dem neuen Star des Bundesforums Männer, und ist weitgehend inhaltsidentisch mit dem von Radikalfeministinnen intensiv bearbeiteten Wikipedia-Artikel über die Männerrechtsbewegung. Dass auch dieses Wikipedia-Lager am liebsten jeden in Kliniken weggesperrt sehen würde, der ihren Auffassungen widerspricht, steht für mich nach jahrelanger Beobachtung dieser Szene außer Frage. Ihre totalitäre Grundeinstellung verbergen auch diese Agitatoren kaum. So wie schon bei Thomas Gesterkamp und Hinrich Rosenbrock gibt es dort statt Lust auf eine kontroverse Debatte nur Lust an der Diffamierung.

http://genderama.blogspot.co.at/2014/09/telepolis-zum-hass-artikel-in-der-zeit.html

Ein Paar wenige Medien widersetzen sich tapfer der gendermainstreamigen Gleichschaltung. Bleibt standhaft!

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marenostrum

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Ich finde übrigens, dass die Öffentlichkeit die Gender-Debatte zu ernst nimmt. Hier gibt es nichts ernstzunehmen. Hier geht es nicht um die Rechte der Frau. Hier geht es ausschließlich um
- plumpe Versuche, sich ein Gefolge aufzubauen
- "plump", weil diese Versuche keinerlei Fantasie oder Kenntnisse erfordern, einfach das verkrustete Schmalz der letzten 100 Jahre noch einmal und noch einmal in die Prosa schmieren
- außerdem kann man mit Gender babyleicht eine JURY beeindrucken, was ganz was anderes ist als ein PUBLIKUM zu beeindrucken
- Freude an der Hetze, Freude am Hintreten auf Depperte -- vor allem gegen und auf dermaßen angetritschte DummschwätzerInnen, dass Mitleid gar nicht erst aufkommt, was für bizarre Morddrohungen besonders wichtig ist
- Profitgier der Online-Medien, die mit den Foristen-Debatten mehr verdienen als mit besonnenem und wichtigem Journalismus
- Eitelkeit und eingebildetetes Revoluzzertum + Unangepasstheit -- lustigerweise glauben beide Seiten der Debatte, dass sie Anti-Mainstream-Ansichten vertreten, obwohl sie diametral zueinander sind

Kurz gesagt: bei der Online-Genderdebatte handelt es sich um einen Zirkus der Eitelkeit, der Profilierungskrankheit, der Effekthascherei von ausschließlich verkrachten KünstlerInnen, VernetzungskünstlerInnen, AutorInnen, ÖffentlichkeitsarbeiterInnen und all jenen, die mit ihnen auf die eine oder andere Art verdienen.

Etwas Nützliches herzustellen ist in unserer deindustrialisierten, d.h. untergehenden, verblödeten, Welt nicht mehr lukrativ. Wer was werden und was verdienen will, braucht heute ein möglichst großes GEFOLGE. Wer zu blöd für gute Unterhaltung und Publikum ist, der macht dann halt auf Gender und nimmt an Gender-Preisausschreiben teil. Es ist schlimm genug, dass sich heutzutage jede mehr oder weniger im Show-Geschäft sieht. Es ist noch schlimmer, dass die westliche Welt die Popularität von Gender für ein Anzeichen eines brennenden gesellschaftlichen Problems hält, denn tatsächlich sind die Heere an Gender-Debattierern bloß ein Symptom für Verzweiflung:
- verzweifelt, weil nichts zu sagen außer "ich bin eine Frau und will mehr Respekt"
- verzweifelt, weil keine Aussichten auf ein Gefolge ohne "ich bin eine Frau und will mehr Respekt"
- verzweifelt, weil nichts besseres zu tun im Büro
- verzweifelt, weil die LeserInnen und ZuseherInnen davonrennen und das Internet das Geschäft mit Inseraten ruiniert

Feminismus hat die westliche Welt übrigens sehr schnell und sehr stark verändert, und zwar zum besseren. Unterhaltet euch mal mit älteren Büromenschen über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vor 1990. Oder seht euch alte Filme an und vergleicht das Frauenbild mit dem in heutigen Filmen. Der heutige Gender-Zirkus hat mit solchen Fortschritten absolut nichts zu tun. Der heutige Gender-Zirkus hat mehr mit Reality-TV und "Voten" am Internet zu tun.
« Last Edit: 2014, 09, 17; 11:04:26 by marenostrum »