Author Topic: Redemption, TF:Postgender  (Read 5295 times)

hellboy

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Re: Redemption, TF:Postgender
« Reply #60 on: 2014, 12, 17; 20:02:17 »
Quote from: die Zeit
FEMINISMUS
Menstruationscomics, nein danke
Viele junge gebildete Menschen vertreten feministische Positionen. Schön. Aber müssen sie so humorlos wie ein Teekränzchen sein? Über die neue Ästhetik einer Bewegung
VON HANNAH LÜHMANN

http://www.zeit.de/kultur/2014-12/feminismus-internet-intellektuelle-essay

Der Artikel beschreibt im Grunde das, was wir als Grund nehmen, antifa als Abkürzung für anti-Fantasie bezeichnen. Auch in der postgender-Definition steht die Humorlosigkeit der femanzen als Grund für die Ablehnung des Begriffes Feminismus.


Und den Kommentar vom Kollegen Superdjango muß ich natürlich besonders hervorheben:

Quote from: Superdjango
Feminismuskritisch heißt postgender!

"Postgender ist die Lehre von der Normalität der Verschiedenheit.

Postgender ist die positive Reaktion auf die Verschiedenheit von Menschen. Es ist die Aufgabe des Staates und seiner Behörden, im Rahmen der Verfassung allen Menschen die Befriedigung ihrer unterschiedlichen Bedürfnisse so weit es geht zu ermöglichen. Keinesfalls dürfen dabei individuelle Eigenschaften gegeneinander aufgewogen oder überhaupt gewertet werden. ..."

http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/was-postgender-uberhaupt-ist/

Steht zB bei den Piraten seit es sie gibt in den Statuten.

Es ist ja schön, daß sich der Artikel kritisch mit dem Feminismus auseinandersetzt. Allerdings reproduziert er leider auch einige Dogmen des Radikalfeminismus, die vielfach widerlegt sind.

So ist die frauenquote längst als Irrweg entlarvt: http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/die-frauenquote-ein-irrweg/

Auch die Mär von unterschiedlicher Bezahlung für gleiche Arbeit ist längst Geschichte. Die Lohnunterschiede sind strukturell bedingt, und in Wahrheit gibt es einen Kindergap, der die ganze Familie betrifft: http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/redemption-tfpostgender/msg2787/#msg2787

Auch für die he-for-she-campagne der UNO hat Frau Botschafter Emma Watson kritisiert, daß der heutige Feminismus vorwiegend als Männerhaß daherkommt. Der Feminismus muß den Weg von der Dogmatik in die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit strukturellen Benachteiligungen finden, oder scheitern.

ahoy
hellboy
« Last Edit: 2014, 12, 17; 20:07:04 by hellboy »
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Re: Redemption, TF:Postgender
« Reply #61 on: 2015, 03, 06; 02:04:17 »
Quote from: Zeit
Harald Martenstein
Über das soziale Geschlecht und neue Herausforderungen für Männer

Herr Schulz soll befördert werden. Endlich. Er hatte sein Leben lang dafür gebuckelt. Wegen der Quote muss nun aber eine Frau seinen Job im Aufsichtsrat kriegen. Von Harald Martenstein

ZEITMAGAZIN NR. 47/2014 2. DEZEMBER 2014

"Schulz, mein Bester", sagte Direktor Tück, "ich will Sie im Aufsichtsrat. Der alte Müller hört ja übernächstes Jahr auf. Keiner kennt unseren Laden so gut wie Sie. Alle schätzen Sie. Die Vereinigten Stahlwollwerke AG wären ohne Sie nicht das geworden, was sie heute sind, nämlich der Weltmarktführer für Stahlwolle im Premium-Segment."

Schulz nickte. Endlich. Das war längst fällig.

"Es gibt allerdings ein kleines Problem." Direktor Tück räusperte sich. "Ab 2016 müssen 30 Prozent der Aufsichtsräte weiblich sein. Nur bei den großen Unternehmen, erst mal. Aber nicht zuletzt dank Ihres unermüdlichen Einsatzes, mein lieber Schulz, sind wir groß genug, um unter das neue Gesetz zu fallen."

Natürlich, das neue Gesetz. Schulz nickte. Das war’s dann also. Ein Leben für die Vereinigte Stahlwolle, welches ähnlich unvollendet bleiben würde wie die Fußballkarriere von Michael Ballack, der mit Deutschland nie einen Titel gewonnen hat.

"Lassen Sie den Kopf nicht hängen", sagte Direktor Tück. "Ich habe da eine Idee. Ich habe viel gelesen, wissen Sie. Das biologische Geschlecht heißt Sex. Daneben gibt es das soziale Geschlecht, also wie jemand sich verhält oder als was sich jemand empfindet. Das heißt Gender. Ob jemand Mann oder Frau ist oder etwas Drittes, nun, das hängt ganz von gesellschaftlichen Zuschreibungen ab. Die Biologie ist gar nicht so wichtig. Verstehen Sie?"

"Nicht ganz." Schulz war verwirrt.

"Ab morgen, Schulz, sind Sie eine Frau, die im Körper eines Mannes gefangen ist. So bringe ich Sie in den Aufsichtsrat. Die Vereinigte Stahlwolle nimmt jetzt mal eine gesellschaftliche Zuschreibung vor." Direktor Tück lehnte sich triumphierend im Sessel zurück. "Wir sind da in hundertprozentiger Übereinstimmung mit der Geschlechterforschung und der feministischen Theorie. Die Gleichstellungsbeauftragte muss es akzeptieren. Es bleibt ihr gar nichts anderes übrig."

"Herr Direktor – ich bin verheiratet, zum dritten Mal schon. Ich habe vier Kinder."

Der Direktor schmunzelte. "Nun, ganz offensichtlich sind Sie eine Frau im Körper eines Mannes, die sich stark zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt. Da sehe ich kein ernsthaftes Problem."

"Wie müsste ich mich denn in Zukunft verhalten?"

"Sie verhalten sich wie immer. Wer, bitte schön, hat denn zu bestimmen, wie eine moderne Frau sich zu verhalten hat? Sie selber. Nur auf die Frage nach Ihrem Geschlecht antworten Sie ab heute immer ›weiblich‹. Eventuell ändern Sie Ihren Vornamen, und Ihre Personalpapiere. Die Rechtsabteilung checkt gerade, wie wir das machen. Wahrscheinlich müssen Sie einen Psychotest überstehen. Keine Sorge, da werden Sie vorher gecoacht. Sind Sie bei Facebook? Sie müssen noch heute Ihr Gender ändern. Man nennt das: doing gender."

"Ich glaube, da muss ich vorher mit meiner Familie reden."

"Tun Sie das, verehrte Frau Schulz, tun Sie das. Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen, das ist halt für Frauen noch immer nicht ganz einfach. Die Vereinigte Stahlwolle wird Ihnen helfen, wo sie kann."

Tück war zufrieden. Frau Schulz war ehrgeizig, die würde sich die Chance bestimmt nicht entgehen lassen. Und sie war die Beste. Als Unternehmer auf einem umkämpften Markt kam man heutzutage gar nicht darum herum, Gesetze ein bisschen kreativ auszulegen. Die Vereinigte Stahlwolle war jetzt 135 Jahre alt, die hatte schon ganz andere Herausforderungen überstanden.

http://www.zeit.de/zeit-magazin/2014/47/harald-martenstein-geschlecht-maenner-frauen

💅👠👰

ahoy
hellboy
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Re: Redemption, TF:Postgender
« Reply #62 on: 2015, 06, 01; 15:11:40 »
Quote from: fefe
Sun May 31 2015

•  [l] Öhm, das war mir so auch noch nicht bekannt: Auf einer Veranstaltung von Evolutionsbiologen in San Jose, auf der Kreationismus als Pseudowissenschaft besprochen wurde, haben US-Forscher auch über Deutschland gesprochen und dabei "Genderismus" als Form der kreationistischen Pseudowissenschaften betrachtet. Zu gerne hätte ich jetzt einen Link auf den entsprechenden Artikel beim humanistischen Pressedienst verlinkt, aber der ist am nächsten Tag zensiert worden. Autor des Artikels war übrigens Prof. Ulrich Kutschera, seines Zeichens Evolutionsbiologe.

    Ein paar Fragmente haben als Zitate überlebt. Hier ist eines:

        Die Diskussion in San José führte zum folgenden Konsens: Evolutionsbiologen sollten den Genderismus, eine universitäre Pseudowissenschaft, die den deutschen Steuerzahler jährlich viele Millionen Euro kostet, mit demselben Ernst analysieren und sachlich widerlegen wie den damit geistesverwandten Kreationismus.

    Der FAZ-Artikel stellt noch eine weitere bemerkenswerte Behauptung auf:

        Im Zuge der Genderisierung der Universitäten mit mittlerweile fast zweihundert speziell dafür eingerichteten Professuren hat sich das grundlegend geändert.

    Da fehlt mir jetzt ein bisschen der Vergleichsrahmen, aber 200 hört sich schon nach einer ganzen Menge an. Wie viele Informatikprofessuren gibt es so in Deutschland? Weiß das jemand?

    Übrigens ist auch der Autor dieses FAZ-Artikels nicht irgendwer sondern sozusagen persönlich betroffen:

        Der Autor lehrt Didaktik der Biowissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

    Update:

        2013 gab es 1021 Informatikprofessoren in Deutschland.

        Quelle: destatis, Personal an Hochschulen - Fachserie 11 Reihe 4.4 - 2013 (Seite 96)

    Wenn man alle Hochschularten zusammen nimmt (also auch Fachhochschulen etc), kommt man auf (Seite 113) 2539 Professuren.

    Update: Die Ruhrbarone haben den Artikel im Original veröffentlicht.

http://blog.fefe.de/?ts=ab940073

Quote from: Ruhrbarone
Humanistische Presse unfähig zur Genderkritik?

Der Humanistische Pressedienst (hpd) veröffentlichte  einen Kommentar zum Kreationismus – geschrieben vom Evolutionsbiologen Prof. Dr. Ulrich Kutschera. Dann nahm der hpd ihn wieder off. Wieso? Dazu schreibt Kutschera selbst auf evolutionsbiologen.de:

    (…) haben sich Humanisten, die der Genderismus-Ideologie nahestehen beschwert, und diesen Beitrag als nicht der hpd-Linie entsprechend kritisiert. Die Redaktion hat sich daraufhin entschlossen, die Publikation des kontroversen Artikels rückgängig zu machen (…).

Wir Ruhrbarone fürchten die freie Debatte nicht, und veröffentlichen Kutscheras Text in der Originalversion.

STANFORD, CA, USA (hpd). Vor zwei Monaten (Freitag, 13. Februar 2015) fand auf dem AAAS Annual Meeting in San Jose, Kalifornien (USA) ein Symposium zum Thema „Creationism in Europe“ statt. Hierbei wurde neben der deutschen Anti-Darwin-Bewegung auch der damit geistesverwandte Genderismus thematisiert.

Die 1848 gegründete „American Association for the Advancement of Science (AAAS)“ veranstaltet ein jährliches, internationales Wissenschaftlertreffen (Annual Meeting), das jeweils in einer größeren Stadt durchgeführt wird und bis zu 2000 Redner umfasst. Bereits 2007 wurde auf dem AAAS Annual Meeting in San Francisco, CA, das Thema „Is Anti-Evolutionism spreading in Europe?“ diskutiert, wobei mir damals die Aufgabe übertragen worden war, über die deutsche Anti-Evo-Bewegung zu referieren. In einer anschließenden Pressekonferenz wurden die „Invited Speakers“ gebeten, Vorschläge zur Eindämmung der wissenschaftsfeindlichen Kreationisten-Propaganda zu unterbreiten. Meine Anregung, den Begriff „Darwinismus“ durch „Evolutionsbiologie“ zu ersetzen, wurde positiv aufgenommen und in einem 2008-Science-Artikel vertiefend begründet.

Im „Weismann-Jahr 2014“ wurde von den Organisatoren des AAAS Annual Meeting 2015 ein Symposium zum Thema „Creationism in Europe“ durchgeführt, bei dem auch das mit dem deutschen Arbeitskreis (AK) Evolutionsbiologie kooperierende US National Center for Science Education (Oakland, CA) beteiligt war. Die von zahlreichen Journalisten besuchte Vortragsveranstaltung führte zu einer lebhaften Diskussion, wobei die Information, dass die evangelikale Studiengemeinschaft Wort und Wissen (Sg. W+W), über ihr Mitglied Prof. Siegfried Scherer, die universitäre Webpage der TU München benutzt, um die pseudowissenschaftliche „Grundtypen-Biologie“ zu bewerben, mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. In einem am 7. April von der US-Journalistin Nala Rogers (Science Communication Program, UC Santa Cruz, CA) publizierten Interview mit dem Titel „Ulrich Kutschera, evolutionary biologist“ sind u. a. Details zur kreationistischen Unterwanderung des deutschen Biologieunterrichts dargelegt.

In der nur informell geführten Diskussion zum „Genderismus in Europa“ wurde klar, dass diese fundamentalistische Anti-Darwin-Ideologie dieselben Wurzeln hat wie der wörtlich verstandene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus). Genderisten glauben, dass das „soziale Geschlecht“ des Menschen, d. h. die Maskulinität und Femininität (Mann- bzw. Frau-Sein) unabhängig vom biologischen Geschlecht (XY- bzw. XX-Chromosomensatz, Testosteron- bzw. Östrogen-Pegel usw.) zum Ausdruck kommt, und als „gesellschaftliches Konstrukt“ interpretiert werden kann. Eine faktenbasierte, naturwissenschaftliche Analyse dieses destruktiven, quasi-religiösen Glaubens steht derzeit noch aus, aber eine Schlussfolgerung kann definitiv gezogen werden: „Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn, außer im Lichte der Biologie“.

Die Diskussion in San Jose, CA, führte zum folgenden Konsens: Evolutionsbiologen sollten den Genderismus, eine universitäre Pseudowissenschaft, die den deutschen Steuerzahler jährlich viele Millionen Euro kostet, mit demselben Ernst analysieren und sachlich widerlegen, wie den damit geistesverwandten Kreationismus.

http://www.ruhrbarone.de/humanistische-genderkritik/106017 (ich hab nicht alle verlinkten urls eingefügt)

amen!

ahoy
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Re: Redemption, TF:Postgender
« Reply #63 on: 2015, 11, 19; 16:51:33 »
Quote
Modern Educayshun: feuchte Träume der "Social Justice Warriors"

Netzfundstück der Woche

Mit tiefschwarzem Humor nimmt Neel Kolhatkar in diesem Kurzfilm die Überspitzungen und Untiefen der "Equality"-Bewegung aufs Korn.

http://cuncti.net/gesellschaft/893-modern-educayshun-feuchte-traeume-der-social-justice-warriors

Ich glaub, die haben das an der Humboldt Universität Berlin gedreht, dort geht es wirklich so zu.

ahoy
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Re: Redemption, TF:Postgender
« Reply #64 on: 2015, 11, 29; 00:54:45 »
Na bitte, die heuteshow kann es noch: http://www.heute-show.de/zdf/artikel/133944/genderstar-oh-genderstar.html

Ab Minute 29:30

Genderstar oh Genderstar, leider dürfen sie den Ausschnitt aus starwars nicht im Netz zeigen, aber wer die Filme kennt weiß, welche Szenen das sind.

ahoy
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Re: Redemption, TF:Postgender
« Reply #65 on: 2016, 02, 01; 17:44:39 »
Quote from: faz
Aus Versehen den Feminismus abgeschafft
Von FRANK LÜBBERDING
01.02.2016 •Kippt die Stimmung gegenüber Flüchtlingen? Darüber diskutierte gestern Abend Anne Will. Dabei wurde abermals die Absurdität unserer Debatte deutlich.

Frauen konnten gestern Abend bei Frau Will etwas lernen. Das kommt vor. Die meisten von ihnen werden sicherlich nicht auf einem Bahnhof oder an einem anderen Ort sexuell belästigt worden sein. Die Mehrheit der Männer in deren Umgebung sind hoffentlich ganz in Ordnung, was immer Mann und Frau darunter verstehen sollten. Daraus können Frauen jetzt Schlussfolgerungen ziehen, wenigstens wenn es nach Anke Domscheit-Berg geht. Die frühere Politikerin der Grünen und der Piraten warnte vor einem Pauschalverdacht gegenüber Männern. Damit sollte sich die feministische Debatte über Sexismus, sexuelle Gewalt oder das Geschlechterverhältnis in unserem Land erledigt haben. Das Misstrauen gegenüber den Männern in diesem Land ist wirklich unerträglich geworden, seit sie generell unter dem Pauschalverdacht stehen, Männer zu sein. Übrigens sind die meisten Männer sogar völlig unschuldig daran, wenn Frauen nicht in Unternehmensvorstände berufen würden oder ein geringeres Einkommen hätten. Frau Domscheit-Berg nannte dieses Argument, was immer das auch mit den Flüchtlingen zu tun haben sollte.

Das ist natürlich blühender Unsinn. Die Kritik am Geschlechterverhältnis funktionierte schon immer unter einer Voraussetzung: Ein Abstraktionsvermögen zu besitzen. Obwohl es sexuelle Gewalt in diesem Land gibt, ist nicht jeder Mann ein Verbrecher. Die meisten Frauen werden das genauso sehen, ansonsten müssten sie sich tatsächlich zu Hause verbarrikadieren. Deshalb wäre bisher auch niemand auf die Idee gekommen, die Männer vor dem Pauschalverdacht in Schutz nehmen zu müssen, Verbrecher zu sein. Auf dieser Ebene lässt sich über die Strukturen nicht reden, die das Leben von Frauen bestimmen. Die Frauen sollen nicht vor allen Männern geschützt werden, sondern vor den Verbrechen, die sie nur als Frauen erleiden können und die nur Männer begehen. Das ist etwas anderes.

Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsgesetze in Syrien

Frau Domscheit-Berg hat das gestern Abend nicht begriffen. Sie meinte selbstredend nicht die Männer in ihrem Umfeld, die sie hoffentlich nicht jeden Tag sexuell attackieren oder mit sexistischen Anspielungen drangsalieren. Sie warnte vor einem Pauschalverdacht gegen Nordafrikaner. Sie sei in Kairo nicht zum Opfer sexueller Übergriffe geworden. Zudem hätten sich die Flüchtlinge, die sie bei sich zu Hause aufgenommen habe, anständig benommen. Mit diesen Argumenten und der Warnung vor dem Pauschalverdacht wollte sie tatsächlich jene Debatte unterbinden, die der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn ansprach. Über den kulturellen und sozio-ökonomischen Hintergrund der Flüchtlinge zu reden, die bei uns Zuflucht suchen. Offensichtlich sind das andere als in den westlich geprägten Demokratien. Aber selbst solche banalen Fakten sind in dieser Debatte nicht mehr zu formulieren, ohne rechter Umtriebe verdächtigt zu werden. Ob es zwischen den arabischen Gesellschaften und der Bundesrepublik noch signifikante Unterschiede gibt? Wer Frau Domscheit-Berg zuhörte, musste den Eindruck haben, die gäbe es nicht. Aber sie hat mit ihrer Warnung vor dem „Pauschalverdacht“ sogar aus Versehen den westlichen Feminismus abgeschafft. Aber wer weiß? Vielleicht haben wir bei uns nur noch nichts von den Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsgesetzen in Syrien mitbekommen. Um einmal über Dinge zu reden, die das Deutschland der vergangenen Jahrzehnte geprägt haben.

Insofern ist es durchaus verdient, wenn sich Spahn über den intellektuellen Bankrott einer solchen Linken lustig machte.

ganzer Artikel

Daß sich diese durchgeknallte Neostalinistin eine Zeit lang als Pirat ausgegeben hat müssten die nicht immer so hervorheben. Sie ist eine fanatische Vertreterin des Marxismus/Feminismus, und hatte als solche bei uns Piraten, die wir ja postgender sind, von Anfang an nichts verloren.

ahoy
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