Author Topic: Cannabis als Medizin  (Read 1717 times)

hellboy

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Cannabis als Medizin
« on: 2014, 06, 17; 16:15:12 »
Quote from: CAM
Der Verein

Der Verein Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ARGE CAM) befasst sich mit wissenschaftlichen Argumenten und Initiativen für die arzneiliche Verwendung der Hanfpflanze (Cannabis Sativa) und der aus ihr gewonnenen Cannabinoide.

http://www.cannabismedizin.at/

ich verlink hier jetzt nicht alles, was dort beschrieben ist, dazu gibt es ja links. ich werde halt in diesen thread reinklopfen was ich sonst so finde.

ahoy
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hellboy

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #1 on: 2014, 06, 17; 16:17:47 »
Quote from: arge canna
Es gibt bedeutende Hinweise das ‪#‎Cannabis‬ ‪#‎hilfreich‬ gegen einige ‪#‎psychische‬ ‪#‎Erkrankungen‬ sein könnte. Das wird jedoch wie so vieles was mit Cannabis als Arzneimittel zu tun hat, von Medizinern kontrovers diskutiert, während Medikamente, welche tatsächlich gefährliche Nebenwirkungen haben, ohne irgendwelche Reglementierungen bedenkenlos verschrieben werden.

Medical Marijuana as a Treatment for Depression

ich würde ja sagen, es gibt mehr als nur "bedeutende hinweise". das sollte sich langsam herumgesprochen haben.

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attx

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #2 on: 2014, 06, 26; 23:09:40 »
Ich lese gerade ein sehr interessantes Buch
über "Hanf als Medizin".

(Es war übrigens GOLEMXIV, der mich vor etwa zwei Jahren  auf
diesen Zusammenhang aufmerksam machte.)

Im Buch kommt immer wieder der Begriff "Dronabinol" vor.
Dieser Begriff wird (leider) nicht erklärt.
Ein Manko an der sonst lesenswerten Lektüre.

Beim google und wiki bekomme ich dazu nur
chemische Formeln, die ich nicht verstehe.

Kann mir jemand in einfacher normaler Sprache erklären,
was "Dronabinol" ist?




GOLEMXIV

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #3 on: 2014, 06, 27; 14:12:05 »
Dronabinol, auch ironisch "Dröhnerbirnol" genannt, weil es
nicht im Geringsten high macht, ist ein medizinisches
Cannabis-Produkt, das sich vor allem durch seinen extrem
hohen Preis auszeichnet. Ein Monat dieser Kur mit der Tinktur
kostet ca. 600 Euro, worüber sich besonders die Apotheker und
der staatlich verbriefte Monopolist freuen. Diese Leute
sind wegen der hohen Profite (die Herstellung kostet praktisch
gar nichts) Gegner der Legalisierung.

Beliebt ist Dröhnerbirnol inzwischen bei betuchten
Dauerkiffern, besonders jenen, die wegen erfolgtem
Meiergang nur mehr unter amtsärztlicher Aufsicht
brunzen dürfen. Für 600 Euro im Monat kaufen sie
sich gewissermaßen einen Deckel für bekifft Autofahren.
Einfach zum Arzt gehen, erklären, man hätte Tinnitus
und nur Kiffen würde helfen, Rezept kassieren,
Dröhnerbirnol-Pass ausstellen lassen -- fertig!
Ab da kann der geneigte Autofahrer jedem Pisstest,
MPU, etc. gelassen entgegenblicken, denn wenn der
Test anschlägt, gibt es die Patent-Ausrede: "Herr
Inspektor, Ihr Test schlägt an, weil er auf meine
Tinnitus-Arznei empfindlich ist, welche das Ergebnis
verfälscht. Steht alles in meinem Deckel, äh,
Patientenpass. Überzeugen Sie sich sich selbst."
Dann weiß der Herr Inspektor, dass er verloren hat.
Und der betuchte Dauerkiffer, kann das Fenster
wieder raufkurbeln, die Bong wieder unter dem
Sitz hervorholen und im Autoradio die Floyds
auflegen. Danke, Dröhnerbirnol! 

Alle anderen Patienten, besonders Schmerz-
und Hospiz-Patienten, bevorzugen allerdings das
klassisch-natürliche Präparat, oft aus eigenem
Anbau. Wird auch in Greisenasylen immer beliebter
zur Stimmungsaufhellung, Appetit-Anregung und
Demenzlinderung.







GOLEMXIV

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #4 on: 2014, 06, 27; 14:20:19 »
@attx, "Hanf als Medizin, interessantes Buch":

Dieses hier? Ich guck mir das in der Bibliothek an:

Quote from: 'katalog'
ein praxisorientierter Ratgeber zur Anwendung von Cannabis und Dronabinol
Früherer Titel   Früher im Haug-Verl., Heidelberg erschienen
Verfasserangaben:   Franjo Grotenhermen
1. VerfasserIn:   Grotenhermen, Franjo
Impressum:   Baden : AT-Verl., 2004
Umfang:   189 S. : graph. Darst.
Auflage:   Umfassend überarb., aktualisierte und erw. Neuausg.
ISBN:   3-85502-944-X



attx

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #5 on: 2014, 06, 29; 17:02:43 »
Dronabinol, auch ironisch "Dröhnerbirnol" genannt, weil es
nicht im Geringsten high macht, ist ein medizinisches
Cannabis-Produkt, das sich vor allem durch seinen extrem
hohen Preis auszeichnet.

Danke fürs Schließen der Bildungslücke!

Dieses hier? Ich guck mir das in der Bibliothek an:

Quote from: 'katalog'
ein praxisorientierter Ratgeber zur Anwendung von Cannabis und Dronabinol
Früherer Titel   Früher im Haug-Verl., Heidelberg erschienen
Verfasserangaben:   Franjo Grotenhermen
1. VerfasserIn:   Grotenhermen, Franjo
Impressum:   Baden : AT-Verl., 2004
Umfang:   189 S. : graph. Darst.
Auflage:   Umfassend überarb., aktualisierte und erw. Neuausg.
ISBN:   3-85502-944-X

Meines schaut so aus:
http://www.amazon.de/Hanf-als-Medizin-praxisorientierter-Dronabinol/dp/385502944X


hellboy

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #6 on: 2014, 06, 29; 17:45:08 »
Quote from: cannabis.info
Der Arzt in Pflanzengestalt

Wie wirksam Cannabis als Medizin wirklich ist

Allerorts spricht man derzeit von Cannabis als Medizin. Es ist in der Tat bereits ein Modewort – auch viele hedonistisch ausgerichtete Kiffer sprechen mittlerweile beim Genuss ihres abendlichen Joints aus Spaß von „medizinischem Gebrauch“. Und so Unrecht haben sie dabei gar nicht, denn Cannabis ist durchaus auch eine Medizin, deren Anwendung mannigfaltige vorbeugende Qualitäten vorzuweisen hat. Aber gegen welche Krankheiten und Leiden hilft Cannabis eigentlich? Was für Erkrankungen und welche Symptome kann diese Pflanze bzw. das Produkt aus diesem Gewächs lindern oder sogar heilen? Wir wollen es uns anschauen.

weiter

"Cannabis als Medizin" klingt so, als würde sich Cannabis als Medizin verkleiden. das ist falsch.

Cannabis IST Medizin!

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #7 on: 2014, 06, 29; 22:30:54 »
Quote from: cannabis.info
auch viele hedonistisch ausgerichtete Kiffer sprechen mittlerweile beim Genuss ihres abendlichen Joints aus Spaß von „medizinischem Gebrauch“.

Hihi.



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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #8 on: 2014, 07, 21; 20:10:17 »
Was es so alles gibt: http://antiquecannabisbook.com/chap4/Tincture.htm

War mal ganz normal, bis die pharmalobby was teureres gefunden hat.

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #9 on: 2014, 07, 23; 23:48:26 »
New Ruling Finds Cannabis To Be The Most Medicinal Plant In The World

http://www.hempforfuture.com/2014/03/31/new-ruling-finds-cannabis-to-be-the-most-medicinal-plant-in-the-world/

Quote
Ruling Signals The End is Near For Marijuana Prohibition

Go 4 it!

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #10 on: 2014, 07, 24; 00:05:20 »
Helly, mach doch mal eine Tour durch ein Greisenasyl Seniorenheim
und erkläre den Herrschaften, dass Ganja total jung und schön macht.
Mich würde interessieren, ob das legal ist, wenn man kein Arzt ist.
Vielleicht reicht es ja, sich einen weißen Kittel anzuziehen und ein
Stethoskop umzuhängen.

Davon hängt nämlich ab, ob ich auf der Straße Zettel verteilen darf,
wo z.B. Ganja gegen Ohrensausen empfohlen wird. Ist Quacksalberei
auch das Grundrecht zur freien Massenmanipulation? Oder ist das
mehr wie Wiederbetätigung?


hellboy

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #11 on: 2014, 08, 21; 13:43:37 »
Im heutigen mittagsmagazin im ZDF war ein Bericht über kiffende Senioren in Israel, als Vorschau auf diese Reportage:

Quote
"außendienst XXL: Wie geht die Welt mit ihren Alten um?"
ZDF-Reporterin Anja Roth auf der Suche nach den glücklichsten Senioren


... und lässt sich in Israel erklären, wie Cannabis gegen Altersleiden helfen kann.

http://www.presseportal.de/pm/7840/2811744/-aussendienst-xxl-wie-geht-die-welt-mit-ihren-alten-um-zdf-reporterin-anja-roth-auf-der-suche-nach

Den ausschnitten nach eine höchst unterhaltsame Reportage.

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #12 on: 2014, 08, 21; 19:03:50 »
Quote from: ARD
Israel: Marihuana im Altenheim

Die Idylle des Kibbutz Naan, etwa eine halbe Autostunde von Tel Aviv entfernt. Mitten im Kibbutz ein ziemlich berühmtes Altersheim. Es war das erste weltweit, das seinen Patienten Cannabis als Medikament verschrieb. Cannabis – das ist Marihuana, allgemein als Droge bekannt. Jeden Morgen verteilen die Schwestern die Dosen. Cannabis zum Rauchen, zum Inhalieren oder als Tablette. In dieser Form bringt Schwester Inbal der 85-jährigen Rivka ihre Morgenration.

weiter

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/israel-marihuana-im-altenheim-100.html

In der Beziehung sind sie uns um einiges voraus, die Israelis.

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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #13 on: 2014, 08, 25; 12:00:49 »
Cannabis

Joints als Rettung

Gegen dauernde Schmerzen hilft nur Cannabis.


Am Montag vor zwei Wochen, morgens um sieben Uhr, klopfte bei mir die Polizei. Die Beamten hatten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss: Ich wurde verdächtigt, eine Indoor-Plantage zu besitzen. Das stimmte. In meinem Keller hatte ich 40 Cannabispflanzen angebaut. Obwohl die Beamten sehr freundlich waren, fühlte ich mich bloßgestellt. Ich bin ein Familienvater, der immer hart gearbeitet hat – kein drogensüchtiger Dealer.

Seit meiner Jugend leide ich unter starken Schmerzen. Cannabis hilft mir, die täglichen Qualen zu lindern.
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Im Alter von zwölf Jahren fing ich an, in dem kleinen Glas- und Gebäudereinigungsbetrieb meiner Eltern zu arbeiten. Mit 19 Jahren machte ich mich selbstständig. Irgendwann dazwischen bekam ich wiederkehrende Schmerzen im Rücken. Zu schnell gewachsen, sagte mein Arzt und diagnostizierte Wachstumsstörungen an meiner Wirbelsäule. Salben, Tabletten, Krankengymnastik. Die Schmerzen blieben.

weiter

die kriminalisierung von patienten muß aufhören!

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« Last Edit: 2014, 08, 25; 13:40:06 by hellboy »
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Re: Cannabis als Medizin
« Reply #14 on: 2014, 09, 03; 19:57:04 »
Quote
Umgang mit Cannabis: Teure Medikamente

KOMMENTAR | IRENE BRICKNER
3. September 2014, 17:56

In Österreich ist Profitmachen mit Cannabis nur der staatsnahen Gesundheitsagentur Ages erlaubt

Im Streit um den Hanf scheint in Österreich schon alles gesagt zu sein. Das Cannabisverbot wird mit internationalen Anti-Drogen-Konventionen begründet sowie mit der - von Suchtexperten entkräfteten - Behauptung, dass Hanf den Einstieg in Richtung härterer Substanzen fördere. Legalisierungsbefürworter kontern mit Hinweisen auf kontraproduktive Schwarzmarkteffekte und die Existenzgefährdung vor allem junger Menschen durch Vorstrafen infolge von harschen Suchtgiftgesetzen.

Bemerkenswert dabei ist, dass sich alle Beteiligten mit einem Blick über den Atlantik schwertun: In den USA kann man derzeit live beobachten, was passiert, wenn Marihuana salonfähig wird: Es wird ein Riesengeschäft - und der Fiskus freut sich. Die Frage, ob hier mit den Gefahren richtig umgegangen wird, die mit jeder Droge, auch mit Cannabis, einhergehen, wird erst die Zukunft beantworten.

Hierzulande ist Profitmachen mit Cannabis nur einer einzigen Stelle erlaubt: der staatsnahen Gesundheitsagentur Ages. Sie baut Hanf für Medikamente an, die Schmerzpatienten von den Krankenkassen verschrieben bekommen. Der in ihnen enthaltene Wirkstoff THC ist über 20-mal teurer als jener in Hanf aus Selbstanbau. An dieser Stelle ist besonderer Zweifel angebracht, ob die heimische Cannabis-Politik noch zeitgemäß ist. Denn wer, außer Pharmakonzernen, kann an dieser Kontingentierung Interesse haben? Das öffentliche Gesundheitswesen sicher nicht. (Irene Brickner, DER STANDARD, 4.9.2014)

http://mobil.derstandard.at/2000005126454/Umgang-mit-Cannabis-Teure-Medikamente

Erzählt das mal der oberhauser, der ministeriellen pharmalobbyistin!

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