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Author Topic: Cannabis als Medizin  (Read 1996 times)

GOLEMXIV

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Re: Cannabis als Medizin
« on: 2014, 06, 27; 14:12:05 »
Dronabinol, auch ironisch "Dröhnerbirnol" genannt, weil es
nicht im Geringsten high macht, ist ein medizinisches
Cannabis-Produkt, das sich vor allem durch seinen extrem
hohen Preis auszeichnet. Ein Monat dieser Kur mit der Tinktur
kostet ca. 600 Euro, worüber sich besonders die Apotheker und
der staatlich verbriefte Monopolist freuen. Diese Leute
sind wegen der hohen Profite (die Herstellung kostet praktisch
gar nichts) Gegner der Legalisierung.

Beliebt ist Dröhnerbirnol inzwischen bei betuchten
Dauerkiffern, besonders jenen, die wegen erfolgtem
Meiergang nur mehr unter amtsärztlicher Aufsicht
brunzen dürfen. Für 600 Euro im Monat kaufen sie
sich gewissermaßen einen Deckel für bekifft Autofahren.
Einfach zum Arzt gehen, erklären, man hätte Tinnitus
und nur Kiffen würde helfen, Rezept kassieren,
Dröhnerbirnol-Pass ausstellen lassen -- fertig!
Ab da kann der geneigte Autofahrer jedem Pisstest,
MPU, etc. gelassen entgegenblicken, denn wenn der
Test anschlägt, gibt es die Patent-Ausrede: "Herr
Inspektor, Ihr Test schlägt an, weil er auf meine
Tinnitus-Arznei empfindlich ist, welche das Ergebnis
verfälscht. Steht alles in meinem Deckel, äh,
Patientenpass. Überzeugen Sie sich sich selbst."
Dann weiß der Herr Inspektor, dass er verloren hat.
Und der betuchte Dauerkiffer, kann das Fenster
wieder raufkurbeln, die Bong wieder unter dem
Sitz hervorholen und im Autoradio die Floyds
auflegen. Danke, Dröhnerbirnol! 

Alle anderen Patienten, besonders Schmerz-
und Hospiz-Patienten, bevorzugen allerdings das
klassisch-natürliche Präparat, oft aus eigenem
Anbau. Wird auch in Greisenasylen immer beliebter
zur Stimmungsaufhellung, Appetit-Anregung und
Demenzlinderung.