Author Topic: Recht auf Rausch  (Read 2766 times)

hellboy

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Recht auf Rausch
« on: 2013, 08, 05; 16:09:45 »
Also sprach Zarathustra: "Ahura Mazda hat alle Dinge geschaffen, auf daß der Mensch sie genieße. Verzicht ist daher eine Sünde." (Sinngemäße Übersetzung aus dem parsischen). Hört auf den Mann!

Quote
menschen nutzen drogen seit jeher zum feiern und entspannen, und um sich besser kennenzulernen. das macht sie auch oft einfallsreicher und besser gelaunt. aber alles hat einen preis. viele leute können mit drogen nicht umgehen, und schaden sich damit. manche werden davon krank, also süchtig. wegen dieser gefahren wollen manche leute drogen ganz verbieten. das funktioniert aber nicht, weil die menschen diese drogen einfach wollen, und sie sich dann besorgen, obwohl es verboten ist. dann kriegen sie aber schwierigkeiten mit dem gesetzt, obwohl sie ja eigentlich was ganz normales machen. außerdem gibt es drogen, die sind fast harmlos, und andere, die man niemals angreifen sollte. die nennt man weiche und harte drogen. der alkohol liegt da relativ in der mitte, deshalb ist er schwer einzuordnen. er macht zwar süchtig, aber halt nur, wenn man es übertreibt, oder anfällig ist, oder ihn einfach nicht verträgt. daß die sucht, die ja eine krankheit ist verharmlost wird stimmt so nicht. es ist eher so, daß sich süchtige schämen, und sich schwer tun oder sogar angst haben, ihre sucht einzugestehen. das liegt auch daran, daß die gesellschaft nicht weiß, wie sie mit ihnen umgehen soll, und die kranken dann oft sehr schlecht behandelt werden.

daß immer mehr jugendliche immer früher anfangen drogen zu nehmen, liegt nicht an den drogen, die waren schon immer da. das ist eher das problem, daß viele nichts mit ihrem leben anzufangen wissen, und drogen statt zu bestimmten gelegenheiten immer nehmen, weil ihnen fad ist. früher, also bis vor ca. hundert jahren, gab es bestimmte feiern oder rituale, zu denen die jugendlichen zum ersten mal bestimmte drogen konsumieren durften, da wurden sie vorher darauf vorbereitet, und es waren leute rundherum, die auf sie aufgepasst haben. diese traditionellen feste sind aber leider verloren gegangen, und die jugendlichen werden mit diesen erfahrungen oft alleine gelassen. die meisten passen aber trotzdem aufeinander auf, und das ist sehr wichtig.

daß manche drogen verboten sind und andere nicht, liegt daran, daß damit wenige leute sehr viel geld verdienen, und diese leute und die, die drogen ganz verbieten wollen, wie zum beispiel viele religionen, sehr mächtig sind. die piraten fürchten sich aber nicht vor mächtigen leuten, und wollen deshalb, daß das vernünftig geregelt wird, weil jetzt ist es einfach unfair und schlecht gemacht. zum beispiel ist kiffen verboten, aber saufen erlaubt, obwohl saufen gefährlich ist, und kiffen nur für ganz wenige leute, die da eben anfällig sind. ist quatsch, aber trotzdem so. viele leute glauben aber noch immer, daß das gut so ist, weil sie nichts darüber wissen. deshalb müssen die menschen mehr über drogen wissen, und weniger glauben. damit sie keinen mist bauen, wenn sie sich trotz der gefahren entscheiden sie zu nehmen.

ahoy
hellboy

Ursprünglich erstellt für Jugendfrage, schnelle Antwort bitte

Der Text ist also für Kinder geschrieben, und deshalb stark vereinfacht. Eine Übersetzung für Erwachsene findet sich hier: http://partypiratesat.createaforum.com/tfrausch/recht-auf-rausch/msg3590/#msg3590

Es gibt natürlich etliche Drogen, die aus religiösen Gründen konsumiert werden. Im Christentum bürschteln sie zb vino, mit der perversen Ausrede, es wäre "das Blut des Herren". Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen (bäh!). Bei den Rastafaris gehört kiffen dazu, und ist auch in machen Ländern für sie legal. Gilt auch für Jogis. Dann Kauen sie in Indien noch aus religiösen gründen Betel und in Lateinamerika Coca. Und peyote haben die medizinmänner in ganz Amerika gefressen um in Trance zu verfallen, und tun das zum Teil noch immer. Bei den Iban auf Borneo mischen sie das Blut ihrer Feinde mit einem beerencocktail, der einen für zwei Tage direkt auf die Venus schießt, das hab ich persönlich getestet, aus rein wissenschaftlichen gründen (ok, ohne Blut), um mit ihren Ahnen in Verbindung zu treten. Und da wo noch keltische, allamannische oder cheruskische Traditionen überlebt haben, wird auch noch Knaster, also der Hanf geraucht. Die einzig legale Möglichkeit bei uns ist derzeit die christliche Alkzuzelei, für den Rest müssen wir noch kämpfen.

Der Kollege attx hat einen Artikel gefunden, der aus liberaler Sicht erklärt, weshalb das verbot von Drogenkonsum ein unzulässiger Eingriff in die Bürgerrechte ist:
Quote from: 'ef'
Bei Einhaltung der Prämissen Selbsteigentum und Selbstverantwortung kann überhaupt kein Argument gegen den Gebrauch von Drogen ins Feld geführt werden. Auch ein Drogenkonsument ist alleiniger Eigentümer seines Körpers. ...

Der Krieg gegen die Drogen kann als Teil der staatlichen Interventionsspirale betrachtet werden.  ...

Um dem Recht aller menschlichen Individuen auf Selbsteigentum wieder Geltung zu verschaffen, ist die Legalisierung aller Drogen ein notwendiger Schritt.

Gesamter Artikel: http://ef-magazin.de/2014/05/30/5392-drogen-jobgarantie-fuer-freiberufliche-und-verbeamtete-gauner

Quote from: Zeit online
DROGENBERICHT VON ZEIT ONLINE
Drogenkonsum in Deutschland

Nehmen Sie Drogen? Das hat ZEIT ONLINE im November 2013 seine Leser gefragt und sie aufgerufen, von ihren Erfahrungen zu berichten. Mehr als 22.000 Menschen in Deutschland haben sich an der Online-Umfrage Global Drug Survey beteiligt. Daraus ist der ZEIT-ONLINE-Drogenbericht entstanden. Nie zuvor haben mehr Deutsche so detailliert beschrieben, was sie rauchen, schnupfen, trinken und einwerfen. Hier finden Sie alle Ergebnisse der Umfrage, Grafiken und Artikel zu Drogen in Deutschland.

http://www.zeit.de/wissen/2014-04/drogenkonsum-deutschland-uebersicht

CANNABISKONSUM
Entspannen mit Hanf
46 Prozent der Teilnehmer des Global Drug Survey nehmen Hasch oder Marihuana. Jeder Zehnte baut selbst Hanf an.

ALKOHOLKONSUM
Riskante Trinkgewohnheiten
96 Prozent der Teilnehmer des Global Drug Survey trinken Alkohol, fast die Hälfte davon in gefährlichen Mengen.

NIKOTINKONSUM
Ohne Zigarette geht es nicht
Zwei Drittel der Teilnehmer des Global Drug Survey rauchen, mehr als die Hälfte will reduzieren. Der ZEIT-ONLINE-Drogenbericht zeigt: Von Nikotinersatz halten sie wenig.

ECSTASY-KONSUM
Ein Trip für fünf Euro
22 Prozent der Teilnehmer des Global Drug Survey schlucken Ecstasy oder MDMA. Die Hälfte findet es leicht, an den Stoff zu kommen.

KOKAINKONSUM
Koksen lohnt sich nicht
13 Prozent der Teilnehmer des Global Drug Survey schnupfen Kokain. In Sachen Preis/Leistung fällt es für ein Viertel aber durch, zeigt der ZEIT-ONLINE-Drogenbericht.

Welche Drogen werden genommen?

Die 22.359 deutschen Teilnehmer des ZEIT-ONLINE-Drogenberichts wurden gefragt, welche Drogen sie im Jahr vor der Umfrage konsumiert und welche sie mindestens einmal in ihrem Leben ausprobiert hatten.

Im Monat vor dem Global Drug Survey hatten 54 Prozent der Teilnehmer mindestens eine illegale Droge genommen. 41 Prozent beschränkten sich in diesem Zeitraum auf legale Drogen wie Tabak und Alkohol. Das heißt aber nicht, dass mehr als die Hälfte aller Deutschen illegale Drogen genommen hat – denn die Ergebnisse sind nicht repräsentativ für ganz Deutschland (warum nicht?).

86 Prozent gaben an, im Laufe ihres Lebens mindestens einmal eine illegale Droge probiert zu haben. Ein Viertel hat schon mal halluzinogene Pilze genommen (Magic Mushrooms), 12 Prozent haben Azteken-Salbei geraucht oder gekaut und 11 Prozent haben etwa Muskatnüsse geraucht oder in berauschenden Mengen gegessen.

718 Teilnehmer (3 Prozent) haben im vergangenen Jahr Kräutermischungen, Badesalze oder Raumerfrischer gekauft. Die gefährlichen Legal Highs werden zum Teil als Alternative zu verbotenen Drogen angeboten. Ihre Inhaltsstoffe sind oft unbekannt. 792 Teilnehmer (4 Prozent) haben im vergangenen Jahr Pulver geschnupft oder eingenommen, ohne zu wissen, was es war.

19 Prozent nahmen im letzten Jahr verschreibungspflichtige Medikamente, die auch als Rauschmittel verwendet werden.

Menschen haben das Bedürfnis Drogen zu konsumieren. Wer das nicht will soll es lassen, aber nicht anderen Vorschriften machen.


Quote
Wenn man kleine Affen auf Bali beobachtet, wie sie alkoholische Drinks von Touristen geplant stibitzen, und Elche jeden Herbst in Schweden auf gärendes, runterfallendes Obst warten, damit sie sich mit Absicht in alkoholisierten Zustand versetzen: Säugetiere funktionieren erstaunlich gleich, wenn es um einen Zustand des Rausches geht.

Glückszustände funktionieren in der Regel nach demselben neurologischen Prinzip: In unserem Gehirn werden die Rezeptoren Dopamin und Serotonin ausgeschüttet, welche eine enthemmende Funktion auf den präfrontalen Cortex in unseren Gehirn bewirken – wir empfinden meist Zustände des Glücks. Unabhängig davon, wie wir diese Zustände herbeiführen, sehnen wir uns danach, diese zu erreichen.

Suche nach dem Glück

Ob beruflicher Erfolg, ob Sex, ob Sport oder Zuneigung zu Adrenalin-Ausschüttung: Wir sind Wesen, welche süchtig nach Glück sind.

Das Gegenteil, eine mindere Ausschüttung obiger Rezeptoren, ergibt meist bedenkliche Depressionszustände.

Österreich wird aktuell von einer Debatte über die immer wahrscheinlicher werdende Legalisierung von Cannabis dominiert. Nach Colorado, Washington und Uruguay als Vorreiter einer neuen Welle an Staaten, die den Konsum und Erwerb erlauben, ist die Diskussion auch in Europa voll entbrannt. Dieses Thema zeigt, wie Massen einem Stakkato gleich manipulieren. Medien, die unreflektiert unwahre Propaganda wiederkäuen, werden rarer. Jedoch sind es meist Massenmedien, die weiterhin auf alte "Argumente“ pochen, wider jede Vernunft.

Sei es eine "Krone“, eine "Bild“, eine "Blick“ … Massenmedien, die davon leben, dass sie ungebildeten Massen Meinungsmache rigoros hinwerfen, vom Wahn beseelt, den Menschen etwas beizubringen, was "Blattlinie“ ist, sind ausgerechnet bei Drogendebatten weit davon entfernt, Wahrheit zu verbreiten.
http://mobil.derstandard.at/2000003345223/Gebt-Cannabis-endlich-frei?dst=t.co

Der Rausch liegt uns im Blut, durch die ganze Evolutionsgeschichte.

Quote
CANNABIS-LEGALISIERUNG: HABEN WIR EIN RECHT AUF DROGENRAUSCH?
Drogenexperte hält deutsche Drogenpolitik für verfassungwidrig.


Wer die Nachrichten in den letzten Monaten verfolgt hat, bekommt den Eindruck, dass sich in Sachen Drogenpolitik etwas in Deutschland bewegt. Die Grünen legten einen Gesetzesentwurf zur Cannabis-Legalisierung vor und auch die Polizeigewerkschaft forderte die Entkriminalisierung von Privatkonsumenten. In einem Interview mit Spiegel Online erklärte nun der Strafrechtler Lorenz Böllinger, warum das Cannabisverbot in Deutschland aufgehoben werden sollte.

In Deutschland haben die Bürger ein Recht auf Rausch, ist eines der Argumente, das Lorenz Böllinger in dem Gespräch mit Spiegel Online für die Legalisierung von Marihuana nennt. Der 70-jährige Kriminologe beruft sich dabei auf das Grundrecht der Handlungsfreiheit. Und das besagt, dass sich jeder selbst schädigen darf. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine da. Auch andere Strafrechtler sehen das Cannabis-Verbot als verfassungswidrig, da man durch den Konsum keinem anderen Menschen als sich selbst schadet.

Laut Lorenz Böllinger macht es keinen Sinn weiterhin eine Droge zu verbieten, die bereits von Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig konsumiert wird. Zudem soll bei normalem Konsum kein Gesundheitsrisiko wie zum Beispiel durch Psychosen bestehen. Auch glaubt der Experte, dass soziale Problem nicht allein durch Cannabis entstehen sondern vielmehr durch die Kriminalisierung der Konsumenten. Wiederholungstäter werden betraft und müssen oft den Führerschein abgeben. Das könne gerade beruflich für Konsumenten zu Schwierigkeiten führen, so Lorenz Böllinger gegenüber Spiegel Online.

Während in Nachbarländern wie den Niederlanden oder Polen die Cannabistoleranz wachse, sei man in Deutschland nicht so weit. Dennoch erkennt Böllinger, dass sich fast alle Parteien dem Thema Legalisierung langsam öffnen und sich mit den Widersprüchen in der deutschen Drogenpolitik befassen.

http://www.virtualnights.com/magazin/cannabis-legalisierung-haben-wir-ein-recht-auf-drogenrausch.31930

Jetzt müssten nur noch alle auf die Experten hören.

Quote from: Zeit online
DROGEN
Der Rausch braucht eine neue Logik
Menschen nehmen Drogen, ob illegal oder nicht. Verbote verschlimmern ihre Folgen. Wer die Gesellschaft schützen will, muss umdenken – und auf die Wissenschaft hören.
VON KATHRIN ZINKANT

Politiker reduzieren Probleme gern auf einfache Formeln, für Drogen lautet sie ungefähr so: Illegale Drogen sind schädlich, aber nicht so wie legale Drogen. Die sind zwar auch schädlich, aber ja legal. Weshalb sie naturgemäß nicht so schnell so sehr schaden können wie illegale Drogen. Letztere müssen also verboten bleiben. Und gehören bekämpft. Alles klar?

Selbst Abstinenzler dürfte dieses logische Kunstwerk überfordern, aber über vier Jahrzehnte hinweg hat es die globale Drogenpolitik bestimmt – und würde es nach internationalem Recht auch weiter tun. Allmählich lösen sich jedoch die ersten Länder vom Konsens der Prohibition: Noch in diesem Jahr will Uruguay den Konsum, Handel und Anbau von Cannabis umfassend legalisieren. In den US-Bundesstaaten Colorado und Washington ist der Kauf, Besitz und Konsum bestimmter Mengen Marihuana und Haschisch bereits erlaubt. Kalifornien könnte im nächsten Jahr folgen.

In keinem Fall steht dahinter die Kapitulation vor der Droge. Sondern die Einsicht, dass sich Drogen nicht durch Krieg bekämpfen lassen. Der hat eine sachliche Debatte über psychotrope Substanzen viel zu lange verhindert. Was er aber nicht verhindert hat, sind die Drogen selbst: ...

weiter

Die Abstinenzler sind eine Minderheit, die der Mehrheit ihre Enthaltsamkeit aufzwingen will. Das lassen wir uns aber nicht gefallen. Weil wir Demokraten sind, und Demokraten lassen sich nicht bevormunden.

Im Prozess Olmstead gegen die Prohibition wurde vom obersten us-Bundesgericht erstmals ein recht der Bürger auf Privatsphäre festgeschrieben.

Der Richter zum obersten Gerichtshof der USA, Louis Brandeis:

"Die größten Gefahren für die Freiheit lauern in der tückischen Rechtsverletzung durch übereifrige Menschen, die in guter Absicht handeln aber nichts verstehen. Zu erklären, daß im Rahmen der strafrechtlichen Verfolgung der Zweck die Mittel heilige, zu erklären, daß die Regierung Verbrechen begehen dürfe, um die Verurteilung eines privaten Straftäters sicherzustellen, käme einer furchtbaren Rache gleich."

Ausführlich und wissenschaftlich fundiert wie immer, der Harald Lesch:
https://youtu.be/MCnQtKx4WkQ


ahoy
hellboy
« Last Edit: 2018, 09, 03; 15:18:02 by hellboy »
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Gamoder

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #1 on: 2013, 08, 05; 16:33:01 »
Quote from: 'hellboy'
obwohl sie ja eigentlich was ganz normales machen
bitte nicht "normal" ... was ist schon normal?
Quote from: 'hellboy'
und diese leute und die, die drogen ganz verbieten wollen, wie zum beispiel viele religionen, sehr mächtig sind.
Beachte, dass es Religionen gibt, die Drogen "brauchen".
Hier empfinde ich es als Frechheit, dass manche Drogen ausschließlich zu religiösen Zwecken freigegeben sind.

attx

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #2 on: 2013, 08, 07; 18:46:23 »
Quote from: 'Gamoder'
Beachte, dass es Religionen gibt, die Drogen "brauchen".

Welche Religionen sind das? Und welche Drogen?
Kann ich dort einen Taufschein beantragen?

GOLEMXIV

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #3 on: 2013, 08, 07; 20:59:29 »
Geh in die Siebenbrunnenfelsgasse und tritt in den Orden der Hell's Angels ein.
Bei denen gehört "Rock" zu jeder kultischen Handlung dazu. Taufe erfolgt
mittels Bier, das du aber in dich hineingießen musst statt oben drüber.

Hast du ein Moped oder sowas?

hellboy

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #4 on: 2013, 08, 07; 23:47:51 »
Quote from: 'Gamoder'
Beachte, dass es Religionen gibt, die Drogen "brauchen".

Welche Religionen sind das? Und welche Drogen?
Kann ich dort einen Taufschein beantragen?
Ja, kannst du. Im Christentum bürschteln sie zb vino, mit der perversen Ausrede, es wäre "das Blut des Herren". Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen (bäh!). Bei den Rastafaris gehört kiffen dazu, und ist auch in mache Ländern für sie legal. Gilt auch für Jogis. Dann Kauen sie in Indien noch aus religiösen gründen Betel und in Lateinamerika Coca. Und peyote haben die medizinmänner in ganz Amerika gefressen um in Trance zu verfallen, und tun das zum Teil noch immer. Bei den Iban auf Borneo mischen sie das Blut ihrer Feinde mit einem beerencocktail, der einen für zwei Tage direkt auf die Venus schießt, das hab ich persönlich getestet, aus rein wissenschaftlichen gründen (ok, ohne Blut), um mit ihren Ahnen in Verbindung zu treten. Und da wo noch keltische, allamannische oder cheruskische Traditionen überlebt haben, wird auch noch Knaster, also DER Hanf geraucht.

Die einzig legale Möglichkeit bei uns ist derzeit die christliche alkzuzelei, für den Rest müssen wir noch kämpfen.

ahoy
hellboy
« Last Edit: 2015, 04, 27; 21:39:26 by hellboy »
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attx

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #5 on: 2013, 08, 09; 21:10:18 »
Bei den Rastafaris gehört kiffen dazu, und ist auch in mache Ländern für sie legal. Gilt auch für Jogis. Dann Kauen sie in Indien noch aus religiösen gründen Betel und in Lateinamerika Coca. Und peyote haben die medizinmänner in ganz Amerika gefressenem in Trance zu verfallen, und tun das zum Teil noch immer. Bei den Iban auf Borneo mischen sie das Blut ihrer Feinde mit einem beerencocktail, der einen für zwei Tage direkt auf die Venus schießt, das hab ich persönlich getestet, aus rein wissenschaftlichen gründen (ok, ohne Blut), um mit ihren Ahnen in Verbindung zu treten. Und da wo noch keltische, allamannische oder cheruskische Traditionen überlebt haben, wird auch noch Knaster, also DER Hanf geraucht.

Wow! Vielen Dank!
Ich heuere dann mal bei den Iban auf Borneo an.

@Gamoder: DAS nenn' ich eine Antwort!

GOLEMXIV

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #6 on: 2013, 08, 09; 23:28:08 »
Oder kauf dir ein Shroom Kit.


GOLEMXIV

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #7 on: 2013, 08, 10; 00:52:40 »
Wie gfallt euch dieses Flugi? Keine Farben, kein BIPA-****,
nur eine kurze Demonstration, dass die Piraten ein bisserl
witziger und ein bisserl mehr No-Bullshit sind als herkömmliche
Parteien wie die PPÖ.


Gamoder

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #8 on: 2013, 08, 10; 15:51:40 »
Rein optisch um ehrlich zu sein: Überhaupt nicht. (EDIT: Die Tatsache, dass es nur Text ist dagegen stört mich nicht. In der Internetwerbung gilt jedenfalls: Erotische Inhalte & Text sind das einzige, was man verwenden kann um Aufmerksamkeit zu bekommen)

Monospace-Schriftarten sind einfach fürchterlich, ebenso wie Schriftgrößenveränderungen im Text.

Ansonsten: Idee ist ganz gut mMn, irgendwie passt mir aber auch hier ein bisschen was an der Formulierung nicht, was besseres vorschlagen kann ich aber ad hoc nicht.

Beim "an die Kinder denken" bietest du leider den Verbotsbefürwortern ein Argument, das ist jetzt nicht soo toll (Kiffen Randerscheinung weil durch Verbot teuer - impliziert schwach: Ohne Verbot wäre Kiffen verbreiteter).
« Last Edit: 2013, 08, 10; 15:53:23 by Gamoder »

attx

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #9 on: 2013, 08, 10; 23:44:28 »
Wie gfallt euch dieses Flugi?

Mir gefällt's gut. Die Schrift besonders. (Das sollte aber der helly beurteilen.)

Was ich ändern würde: Im ersten Absatz die Hervorhebung als "Wundermittel". Das klingt (gleich am Beginn) wie ein bisserl 'eso'. Ich tät mit dem medizinischen Aspekt beginnen.

GOLEMXIV

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #10 on: 2013, 08, 11; 05:52:50 »
Quote from: Gamoder
Rein optisch um ehrlich zu sein: Überhaupt nicht.

Monospace-Schriftarten sind einfach fürchterlich, .

Das ist faux samizdat. So sahen Flugis früher aus, als Jugendliche noch Manieren
hatten. http://de.wikipedia.org/wiki/Samizdat
Klick doch mal auf das "Biuletyn Dolnoslaski" oben rechts.

Quote from: Gamoder
ebenso wie Schriftgrößenveränderungen im Text

Das ist NLP. Der Wolf verwendet dafür "Gänsefüßchen".
http://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Analoges_Markieren
Außerdem verstärkt sich so der faux samizdat-Look.
Piraten = Samizdat

Quote from: Gamoder
(EDIT: Die Tatsache, dass es nur Text ist dagegen stört mich nicht. In der Internetwerbung gilt jedenfalls: Erotische Inhalte & Text sind das einzige, was man verwenden kann um Aufmerksamkeit zu bekommen)

helly soll einen hanfförmigen Kartoffelstempel schnitzen. Dann soll
irgendein Slave 200 Flugis in Grün bestempeln.

Quote from: Gamoder
Ansonsten: Idee ist ganz gut mMn, irgendwie passt mir aber auch hier ein bisschen was an der Formulierung nicht, was besseres vorschlagen kann ich aber ad hoc nicht.

Schade, schade, dass dus nicht genauer weißt.

Quote from: Gamoder
Beim "an die Kinder denken" bietest du leider den Verbotsbefürwortern ein Argument, das ist jetzt nicht soo toll (Kiffen Randerscheinung weil durch Verbot teuer - impliziert schwach: Ohne Verbot wäre Kiffen verbreiteter).

Hmmmm... jahhh... kömma reden drüber...

GOLEMXIV

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #11 on: 2013, 08, 11; 06:22:53 »
Quote from: attx
Die Schrift besonders. (Das sollte aber der helly beurteilen.)

Problem: offenbar kann sich keiner unter 40 mehr daran erinnern,
wie Underground-Pamphlete früher ausgesehen haben.

Quote from: attx
Was ich ändern würde: Im ersten Absatz die Hervorhebung als "Wundermittel". Das klingt (gleich am Beginn) wie ein bisserl 'eso'.

Und weg ist es. War eh überflüssig.

Quote from: attx
Ich tät mit dem medizinischen Aspekt beginnen.

Mach ich eh. Zuerst "Naturheilpflanze", dann Big Pharma.
Und im Gschroppen-Punkt kommt jetzt "Apothekerin" vor.

« Last Edit: 2013, 08, 11; 07:02:04 by GOLEMXIV »

hellboy

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Re: Recht auf Rausch
« Reply #12 on: 2014, 04, 26; 16:10:31 »
http://www.theguardian.com/politics/2014/apr/26/legalise-marijuana-former-supreme-court-justice-john-paul-stevens?CMP=twt_gu

Quote from: the guardian
Legalise marijuana, says former US supreme court justice

• John Paul Stevens, 94, draws parallel with alcohol prohibition
• Stevens also proposes ban on capital punishment



The former supreme court justice John Paul Stevens said on Saturday that the federal government should legalise marijuana.

Stevens, 94, was speaking to National Public Radio, in an interview to discuss his new book. Asked if federal law should follow those states – Washington and Colorado – that have legalised the drug, he said: “Yes.”

He continued: “Public opinion has changed and recognised that the distinction between marijuana and alcoholic beverages is really not much of a distinction. There's a general consensus that prohibition against dispensing and selling alcoholic beverages is not worth the cost, and I think really in time that will be the general consensus with this particular drug.

“It's really a very similar problem to the whole problem with prohibition – and of course I lived through that, or part of that period.”

Alaska is due to decide whether it will become the third state to legalise the drug in November.

In his new book, Six Amendments: How and Why We Should Change the Constitution, Stevens also proposes banning capital punishment and limiting gun rights and discusses current controversies over campaign funding and affirmative action.

One of his proposed amendments would change the second amendment, which guarantees the right to bear arms, to say: “the right of the people to keep and bear arms when serving in the militia shall not be infringed”.

Stevens said the only effect of this change would be to remove the final say on gun rights from supreme court justices, and devolve it to individual states, since it is they who define what constitutes the militia in their territory.

Stevens, a leading liberal voice on the supreme court, retired in 2010, at the age of 90. The third-longest serving justice in history, he was appointed by President Gerald Ford in 1975.


aber es behaupten immernoch leute, es wären nur gammler, hippies und arbeitsscheues gesindel für eine legalisierung. denen sollten wir den herrn mal vorstellen.

ahoy
hellboy
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Re: Recht auf Rausch
« Reply #13 on: 2014, 04, 29; 00:36:20 »
Bag of weed song

http://m.youtube.com/watch?v=-drTpJN2KNQ

Enjoy!

ahoy
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Re: Recht auf Rausch
« Reply #14 on: 2014, 05, 30; 14:22:32 »
Weniger Staat -- mehr Rausch!
Ein liberales Must-Have.

Quote from: 'ef'
Bei Einhaltung der Prämissen Selbsteigentum und Selbstverantwortung kann überhaupt kein Argument gegen den Gebrauch von Drogen ins Feld geführt werden. Auch ein Drogenkonsument ist alleiniger Eigentümer seines Körpers. ...

Der Krieg gegen die Drogen kann als Teil der staatlichen Interventionsspirale betrachtet werden.  ...

Um dem Recht aller menschlichen Individuen auf Selbsteigentum wieder Geltung zu verschaffen, ist die Legalisierung aller Drogen ein notwendiger Schritt.

Gesamter Artikel: http://ef-magazin.de/2014/05/30/5392-drogen-jobgarantie-fuer-freiberufliche-und-verbeamtete-gauner